Die SPD schickt Bernd Lynack ins Rennen um das Amt des Hildesheimer Landrats. Das wurde gestern auf einer Sitzung des Unterbezirksvorstands beschlossen. Lynack ist seit 2013 Landtagsabgeordneter und seit 2011 Mitglied des Hildesheimer Stadtrats und des Ortsrats Himmelsthür. Beim Landkreis hat er bereits als Verwaltungsangestellter des gehobenen Dienstes gearbeitet und war hauptamtlicher Geschäftsführer der SPD-Kreistagsfraktion.
Lynack sagte, die Kandidatur sei ein längerer Entscheidungsprozess gewesen. Sie beruhe auf einer intensiven Abwägung und Einschätzung der vergangenen Wochen. Der Landkreis Hildesheim habe großes Potenzial. Sein Ziel sei, den Kreis und seine Kommunen als Region noch enger zusammenzuführen.
Der derzeitige Landrat Olaf Levonen (ebenfalls SPD) hatte vor kurzem erklärt, nicht erneut für das Amt kandidieren zu wollen. Levonen war 2016 zum Nachfolger von Reiner Wegner gewählt worden - auch er gehört der SPD an.
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Ein technischer Defekt hat gestern im Bühnenraum des Hildesheimer Stadttheaters die Sprühflutanlage ausgelöst und damit die Bühne fürs Erste unbespielbar gemacht. Wie das TfN mitteilt, fallen deshalb auf noch nicht absehbare Zeit alle Aufführungen aus. Intendant Oliver Graf sagte, nach einem gelungenen, überregional wahrgenommen Spielzeitauftakt unter Corona-Bedingungen stelle diese neue Situation erneut eine große Herausforderung dar. Es werde jetzt alles daran gesetzt, schnellstmöglich wieder fürs Publikum da zu sein.
KarteninhaberInnen und AbonnentInnen werden zeitnah über Umtausch- und Erstattungsmöglichkeiten informiert. Warum die Flutanlage auslöste ist noch nicht bekannt, die Höhe des Schadens noch nicht abschätzbar.
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Der zunehmende Protest gegen Corona-Verordnungen ist nach Ansicht von Bischof Heiner Wilmer ein Ausdruck von Furcht. Er sagte in einem Interview, was diese Menschen zutiefst verbinde, sei kaschierte Angst, die sie nicht wahrhaben wollen. Diese Angst verbarrikadiere sich hinter Wutanfällen, während die Protestierenden sich entschlossen und kämpferisch gäben. Er sei sich sicher: Wenn die Protestierenden sich ihren innersten Ängsten öffneten, würden sie zerbrechen, so Wilmer.
Man müsse aber dennoch den Dialog suchen, sagte der Bischof weiter. Das könne allerdings nicht mit der Masse und nicht nur auf der Ebene sachlicher Argumente geschehen. Die Demonstrationen würden ja vor allem von aufgeheizten Emotionen und Verschwörungstheorien getrieben - unter solchen Umständen könne Vernunft nicht viel bewirken.
Zwingend dafür notwendig sei eine neue und echte Streitkultur, unterstrich Wilmer. Eine gute Streitkultur bestehe darin, dass man nicht immer einer Meinung sein müsse, aber als Menschen dennoch zusammenstehe. Nur so sei sozialer Frieden möglich. In den vergangenen Jahrzehnten hätten die Menschen den Fehler begangen, kapitalistischen Strukturen zu sehr das Wort zu reden. Diese Fixierung auf das Ökonomische allein halte aber die Gesellschaft, Europa und die Welt nicht zusammen.
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Die Pflegekammer Niedersachsen soll so schnell wie möglich abgewickelt werden. Das sagte Sozialministerin Carola Reimann vor einem Landtagsgremium. Sie könne allerdings noch keinen konkreten Zeitplan benennen. Insgesamt werde das Land bis zur endgültigen Abwicklung rund 13 Millionen Euro für die Kammer aufgewendet haben - darin seien auch etwas mehr als vier Millionen Euro für die Rückzahlung bereits überwiesener Kammerbeiträge an die Pflegekräfte enthalten.
Eine Umfrage zum Fortbestand der Kammer unter den insgesamt rund 78.000 Pflegekammer-Mitgliedern hatte vor kurzem ergeben, dass es eine große Mehrheit für das Ende der Kammer gab. Dabei stimmten allerdings nur 15.000 Stimmberechtigte ab. Reimann sagte dazu, die Nicht-Teilnahme sei auch eine Aussage, dass den Betroffenen die Kammer nicht wichtig war.
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Eine Impfung gegen die Grippe ist in der derzeitigen Zeit der Corona-Pandemie noch wichtiger als sonst. Das sagt die Landesgeschäftsführerin der Barmer Krankenkasse, Heike Sander. Vor allem Risikogruppen und Schwangere sollten sich zeitnah gegen Influenza impfen lassen. Auch für alle anderen, die häufig anderen Menschen begegneten, sei die Impfung sinnvoll. Sie schütze zwar nicht vor einer Coronainfektion, könne aber dazu beitragen, dass die Grippewelle gemäßigter verläuft und sich nicht zu stark mit der Corona-Pandemie überschneidet. Auch werde das Risiko für eine Doppelinfektion mit Grippe und Covid-19 verringert.
Die Grippesaison beginnt in der Regel Anfang Oktober und endet Mitte Mai. Nach der Impfung dauert es Sander zufolge bis zu 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Die Kosten der Impfung übernehmen die Krankenkassen.
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