In diesem Jahr kommt der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil zur Mai-Kundgebung des DGB am Samstag nach Hildesheim. Weil werde um 11 Uhr auf dem Marktplatz sprechen, heißt es in einer Mitteilung, für die Gewerkschaften werde Karoline Kleinschmidt vor Ort sein, die 1. Bevollmächtigte der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim - wobei alle öffentlichen Auftritte wegen der sich schnell ändernden Rahmenbedingungen "unter einem gewissen Vorbehalt" stünden.
Insbesondere in Krisenzeiten sei Solidarität wichtiger denn je, so der DGB. Deshalb sei das Motto dieses Jahr „Solidarität ist Zukunft“. Man plane sowohl Präsenzveranstaltungen in großen Städten als auch digitale Formate. Wo die Auflagen und regionalen Rahmenbedingungen es zuließen, würden die Gewerkschafter*innen auf die Straße gehen - natürlich unter den gebotenen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen. Im Internet werde es unter www.dgb.de/erstermai am Samstag ab 14 Uhr zudem wieder einen Livestream aus der Bundeszentrale des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit mit einem abwechslungsreichen Programm aus Politik und Kultur, mit Talks und Mitmachaktionen geben.
Dr. Mehrdad Payandeh, Vorsitzender des hiesigen DGB-Bezirks, sagte, die Gesundheit der Beschäftigten stehe weiter an erster Stelle. Die Arbeitgeber müssten mehr denn je für den Infektionsschutz ihrer Mitarbeitenden sorgen. Zudem habe die Pandemie zu einer außergewöhnlichen Wirtschaftskrise geführt und soziale Schieflagen weiter verschärft. Besonders auf dem Arbeitsmarkt gelte es daher mehr Ordnung zu schaffen. Dazu gehörte eine höhere Tarifbindung, ein armutsfester Mindestlohn, weniger prekäre Beschäftigung und eine Ausbildungsplatzgarantie für die Jugend. Gleichzeitig habe die Pandemie im Bereich der Infrastruktur die Versäumnisse der Vergangenheit offengelegt: nicht genug bezahlbarer Wohnraum, langsame Internetverbindungen und eine mangelhafte Ausstattung in Krankenhäusern und Schulen seien nur einige Beispiele. Um das Land wieder flott zu machen, müsse jetzt endlich der "Investitionsturbo" gezündet werden. Die Menschen bräuchten eine moderne Infrastruktur, denn von der schwarzen Null haben sie nichts, so Payandeh.
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Die Hildesheimer Stadtbaurätin Andrea Döring hat Vorwürfe des CDU-Stadtratsmitglieds und Oberbürgermeister-Kandidaten Dennis Münter gegen sie und ihr Dezernat zurückgewiesen.
Münter hatte ihr einen offenen Brief mit zahlreichen Kritikpunkten geschickt. Darin heißt es u.a. mit Blick auf laufende Bauvorhaben in der Oststadt oder an der Elzer Straße, die Stadt werde scheinbar von der EVI oder der Stadtentwässerung getrieben und es würden immer neue Projekte begonnen, bevor andere abgeschlossen seien. Eine abgestimmte Zeitplanung sei dabei nicht mehr zu erkennen, und die Bürgerinnen und Bürger würden in der Sache nicht gehört. In Summe befürchte er, dass sich das Baudezernat zurzeit in echten Schwierigkeiten befinde, so Münter, und auch der Oberbürgermeister scheine sich nicht für die Probleme zu interessieren.
In einer ersten Reaktion der Stadt darauf heißt es, Döring werde Münter noch ausführlich antworten - auch weil dieser Behauptungen aufstelle, die richtig gestellt werden müssten. So sei es etwa nicht möglich, sämtliche Straßenbauvorhaben im Stadtgebiet hintereinander zu takten. Die Stadt könne darauf über die verkehrsbehördlichen Anordnungen Einfluss nehmen, wenn es einen triftigen Grund gebe - und der müsse im Zweifel auch vor Gericht Bestand haben.
Sicherlich gebe es an der einen oder anderen Stelle Verbesserungspotenzial, und konstruktive Ideen greife die Stadt gerne auf. Es bringe aber nichts, den an der einen oder anderen Stelle verständlichen und nachvollziehbaren Unmut unzulässig und ohne Vorschläge, wie Abhilfe geschaffen werden kann, zu verallgemeinern, und damit auch die Expertise und Arbeit der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zweifel zu ziehen. Schon gar nicht treffe es zu, dass Döring oder der OB etwa den Kolleginnen und Kollegen des Bauhofs nicht den Rücken stärken oder dass der OB mangelndes Interesse zeige – das Gegenteil sei richtig, und entsprechende Unterstellungen seien absolut haltlos.
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Immer mehr Kinder und Jugendliche in Niedersachsen sind in psychotherapeutischer Behandlung. Wie die Barmer Ersatzkasse mitteilt, hat sich die Zahl junger Patientinnen und Patienten in den letzten elf Jahren fast verdoppelt: So hätten im Jahr 2019 rund 72.900 Kinder und Jugendliche psychotherapeutische Hilfe benötigt und damit 90 Prozent mehr als noch im Jahr 2009. Die Landesgeschäftsführerin Heike Sander sagte, die Corona-Pandemie und ihre Folgen dürften die Situation noch verschärfen.
Bei psychischen Problemen sei es wichtig, auf Alarmsignale zu achten. Zeitnahe Hilfe und Prävention könnten viel dazu beitragen, dass solche Probleme erst gar nicht entstehen oder sich verstetigen und zu einer psychischen Erkrankung führen, so Sander. Gleichwohl sei eine Therapie nicht immer vermeidbar. Die Betroffenen dürften von einer Psychotherapie keine Wunder erwarten - je früher die Kinder und Jugendlichen aber professionelle Hilfe bekämen, desto größer sei die Chance auf einen weniger schweren Verlauf.
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In der Nacht auf Montag sind unbekannte Täter in ein Bekleidungsgeschäft in der Bernwardstraße eingebrochen. Wie die Polizei mitteilt, wurde dort gegen 3 Uhr eine Glasschiebetür gewaltsam geöffnet. Scheinbar wurde aber nichts gestohlen. Wer in der Sache Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter 0 51 21 - 939 115 bei der Polizei Hildesheim zu melden.
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Das Land Niedersachsen will mit einem großen Festakt und einem Weltrekordversuch am 1. November sein 75-jähriges Bestehen feiern. Das sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) heute in Hannover. Man wolle gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zurück, vor allem aber auch nach vorne blicken. Gefeiert werden könne jedoch nur in dem Maße, wie die Pandemielage im Herbst es zulasse. Der Gesundheitsschutz werde auf jeden Fall Vorrang haben.
Für den Festakt sollen rund 2.500 Gäste aus dem In- und Ausland ins Kongresszentrum geladen werden. Parallel dazu solle es ein internationales Symposium sowie einen Schülerworkshop geben. Schon drei Wochen zuvor soll in Hannover der "Tag der Niedersachsen" gefeiert werden.
Als besonderes Ereignis plane die Landesregierung einen Weltrekord-Versuch, so Weil: Bürgerinnen und Bürger sollen gemeinsam die längste digitale Menschenkette der Welt bilden und damit den bisherigen Rekord aus Indien mit rund 20.000 Menschen übertreffen. Botschafter für diese Aktion sind die Fußball-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus-Webb und der ostfriesische Landwirt und Internet-Star Keno Veith.
Das Land Niedersachsen wurde am 1. November 1946 auf Anordnung der britischen Militärregierung aus der Provinz Hannover sowie den Ländern Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe gegründet.
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