In einer Unterkunft für Geflüchtete im Kreisgebiet ist es am gestrigen Sonntag offenbar zur Eskalation eines länger schwelenden Streits gekommen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, soll dabei ein 45 Jahre alter Mann einen 22-Jährigen schwer verletzt haben, in dem er ihm eine tiefe Schnittwunde am Hals zufügte. Das Opfer floh und verständigte die Polizei, im Anschluss wurde die Wunde im Krankenhaus versorgt.
Der Tatverdächtige ist in polizeilichem Gewahrsam und soll heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen dauern an.
Alle Reisenden, die aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreisen, müssen ab heute eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Das teilt der Landkreis Hildesheim mit. Das entsprechende Formular stehe auf der Seite www.einreiseanmeldung.de zur Verfügung. Dort könne auch überprüft werden, ob das Land, aus dem man einreist, als Risikogebiet ausgewiesen ist.
Die vollständig ausgefüllte Einreiseanmeldung werde dann automatisch an das zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet, damit gelte dann die Meldepflicht als erfüllt. Wenn die digitale Meldung nicht möglich sei, könne ausnahmsweise auch die ausgefüllte Aussteigekarte ans Gesundheitsamt geschickt werden. Wichtig sei, die Bestätigung der Einreiseanmeldung zehn Tage aufzubewahren, um sie auf Verlangen vorzeigen zu können.
Alle Reisenden seien außerdem verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich dort für einen Zeitraum von (jetzt nur noch) zehn Tagen in häusliche Quarantäne zu begeben. In dieser Zeit ist es nicht erlaubt, die Wohnung zu verlassen oder dort Besuch zu empfangen. Nur erforderliche Arztbesuche nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung seien zulässig, so der Kreis.
Ausnahmen von der häuslichen Quarantäne gebe es nur beispielsweise für Personen, die (Groß-) Eltern, (Enkel-)Kinder und Ehe- oder Lebenspartner besuchen beziehungsweise Urlaubsrückkehrer, wenn sie belegen können, dass sie frühestens 48 Stunden vor oder bei der Einreise negativ auf den Corona-Virus SARS-CoV-2 getestet wurden. Das Testergebnis ist auf Verlangen dem Gesundheitsamt vorzuzeigen.
Wer die häusliche Quarantäne verkürzen möchte, könne sich jetzt frühestens am fünften Tag nach Einreise auf Covid-19 testen lassen, hieß es weiter. Für den Test, der noch bis zum 1. Dezember kostenlos ist, werde die Bestätigung der Einreiseanmeldung benötigt. Ausschließlich das Gesundheitsamt kann dann nach Vorlage des negativen Testergebnisses unter
Weiterhin gelte: Alle, bei denen innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise aus einem Risikogebiet Krankheitssymptome wie Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust haben, sind verpflichtet, sofort Kontakt zum Gesundheitsamt aufzunehmen; idealerweise auch unter der Emailadresse
Reisende, die aus Risikogebieten innerhalb Deutschlands nach Hause zurückgekehrt sind, seien von der Meldepflicht und der Pflicht zur häuslichen Quarantäne nicht betroffen. Für sie gelte jedoch beim Auftreten von Krankheitssymptomen der Hinweis, sich bitte unbedingt telefonisch an den Hausarzt zu wenden. Dieser werde dann entscheiden, ob der Verdacht einer Infektion mit dem Covid-19 besteht und dann gegebenenfalls einen Test veranlassen.
fx
Die Gewerkschaft IG Bau hat die Politik dazu aufgerufen, auch in Corona-Zeiten wichtige Zukunftsinvestitionen nicht zu verschleppen. In einer Mitteilung heißt es, der Kreis habe laut Statistik letztes Jahr 77,4 Millionen Euro in öffentliche Infrastruktur investiert – das seien 281 Euro pro Kopf, und damit im Vergleich ein Wert im Mittelfeld. Dieses Niveau müsse gehalten werden, auch wenn die Kämmerer im Land aktuell auf jeden Euro schauen müssten.
Von Seiten des Kreises hieß es hierzu, es seien derzeit keine größeren Änderungen bei den Ausgaben geplant. Der neue Haushalt stehe, sei aber noch nicht endgültig verabschiedet und damit auch noch nicht genehmigt.
fx
Die Stadt Hildesheim will bis Ende diesen Jahres 24 neue "Stolpersteine" verlegen. Ziel des Projekts ist es, die Erinnerung an Menschen wachzuhalten, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt, deportiert, ermordet oder in den Selbstmord getrieben wurden, heißt es in einer Mitteilung.
Die würfelförmigen Steine, auf deren Oberseite sich Messingplatten mit den Daten der Opfer befinden, werden vor dem letzten frei gewählten Wohnort der betreffenden Menschen in den Boden eingelassen. Sie erinnern unter anderem an verfolgte Juden, Homosexuelle, Sinti und Roma, "Zeugen Jehovas" oder politisch Verfolgte. Die ersten Stolpersteine in Hildesheim verlegte der Initiator des Projekts, der Kölner Künstler Gunter Demnig, im November 2008.
Insgesamt gibt es in der Stadt zurzeit 95 Steine. Im kommenden Jahr soll das Projekt fortgesetzt werden. Ziel ist es, 2021 den 160. Stein zu verlegen. Wer eine Patenschaft für einen Stolperstein übernehmen möchte, kann sich beim Kulturbüro der Stadt Hildesheim melden (
sk
Die Stadt Hildesheim lädt morgen dazu ein, sich gemeinsam an die Reichspogromnacht am 9. November 1938 zu erinnern. In einer Mitteilung heißt es, am Mahnmal am Lappenberg werde dafür ein "temporärer Erinnerungsort" eingerichtet - wegen der Corona-Pandemie habe man sich dieses Jahr gegen eine zentrale Veranstaltung entschieden.
Vor Ort könnten sich BesucherInnen über die Verfolgung der Hildesheimer Juden im Nationalsozialismus informieren und der Opfer von Rassismus und Antisemitismus gedenken - man arbeite dabei mit dem VHS-Projekt „Vernetztes Erinnern“ und dem Hildesheimer Heimat- und Geschichtsverein zusammen. Es bestehe auch die Möglichkeit, Gedanken und Wünsche in eine Art Kondolenzbuch einzutragen. Am Nachmittag kommen der Oberbürgermeister und Vertreter unterschiedlicher Religionsgemeinschaften am Mahnmal zusammen.
Der Erinnerungsort kann (ohne Anmeldung) am morgigen Montag von 10 bis 16 Uhr besucht werden.
fx
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