Eine Podiumsdiskussion über den islamistischen Terrorismus hat heute abend das Audimax der Universität bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Veranstaltung des Instituts für Geschichte und des Landeskriminalamts hatte das Ziel, zu einer sachlichen Diskussion über das Thema beizutragen.
LKA-Chef Uwe Kolmey sagte, es solle weder um Verharmlosung noch Panikmache gehen, sondern um eine fundierte Erörterung der Gefährdungslage. Es gebe derzeit eine „abstrakte Gefahr“, die aber jederzeit zu einer konkreten Gefahr werden könne.
Die meisten so genannten „Gefährder“, also Menschen, die Deutschland in Richtung Syrien oder anderer Kriegsgebiete verlassen haben, seien dort im Kampf ausgebildet und radikalisiert worden. Aus Niedersachsen seien dies etwa 70 Personen größtenteils unter 30 Jahren, von denen etwa ein Drittel aus dem Raum Hildesheim komme.
Das LKA setze darauf, eine Vertrauensbasis mit muslimischen Gemeinden aufzubauen, aber auch die Gesellschaft insgesamt müsse sensibel auf das Phänomen der Radikalisierung reagieren. Kolmey kritisierte, dass der hier ansässige „Deutschsprachige Islamkreis“ sich bisher Gesprächen mit dem LKA und der Polizei verweigert hat.
fx
Die von Stadtrat und Kreistag Ende letzten Jahres abgesegnete Fortschreibung des Finanzvertrages zwischen der Stadt und dem Landkreis Hildesheim ist gestern im Rathaus unterzeichnet worden. Er beinhaltet die finanzielle Erstattung der von der Stadt übernommenen Kreisaufgaben bis 2018. Dazu gehören Teile der Grundsicherung, Kosten durch die Trägerschaft von weiterführenden Schulen und das Asylbewerberleistungsgesetz.
Der Finanzvertrag besiegelt auch eine Beteiligung des Landkreises von bis zu 2,5 Mio. Euro im Jahr an den Baukosten für weiterführende Schulen in Hildesheim. Landrat Reiner Wegner bezeichnete ihn ein „angemessenen Kompromiss“, und Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer betonte die erreichte „Kostenentlastung der Stadt“.
jsl/fx
Hildesheims Bürgermeisterin Ruth Seefels ist tot. Wie die Stadt meldet, starb sie im Alter von 60 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit. Seefels habe Hildesheim bei zahlreichen Anlässen mit Engagement und Herz vertreten, so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer. Die Nachricht ihres Todes mache die Stadtverwaltung sehr betroffen. Hildesheim verliere mit ihr eine ganz besondere, warmherzige Persönlichkeit, die sich insbesondere für die Belange der Kultur stark gemacht hat. Auch persönlich habe er sie außerordentlich geschätzt, so Meyer.
Die in Bonndorf im Schwarzwald geborene Seefels war seit November 2011 für die Fraktion der Grünen Mitglied im Hildesheimer Stadtrat und Bürgermeisterin der Stadt. Darüber hinaus war sie Vorsitzende des Ausschuss für Schule/Bildung, Sport und Integration und des Kuratoriums der Friedrich-Weinhagen-Stiftung, Mitglied im Ausschuss für Kultur und Demographie und der Hildesheimer Marketinggesellschaft, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaftsförderung und Liegenschaften sowie beratendes Mitglied in den Örtsräten Itzum-Marienburg, Ochtersum und Marienburger Höhe/Galgenberg.
Darüber hinaus war Ruth Seefels Initiatorin, Organisatorin und Vorsitzende des 2012 gegründeten Vereins „KulturLeben Hildesheim“. Ziel des Vereins ist, finanziell benachteiligten Menschen den Zugang zu Kulturveranstaltungen zu ermöglichen. Auf der Empore des Rathauses liegt ab morgen mittag ein Kondolenzbuch aus, in das sich die Bürgerinnen und Bürger eintragen können.
fx
Ein 61 Jahre alter Hildesheimer hat gestern abend am Pflugstieg nahe des Helios-Klinikums zwei Angreifer in die Flucht geschlagen. Wie die Polizei meldet, war er gegen 21 Uhr auf dem Weg nach Hause, als er zunächst von einem der Männer angerempelt wurde und dann der andere versuchte, ihm die Geldbörse aus der Hosentasche zu ziehen. Der 61-Jährige wehrte sich, und als einer der Angreifer versuchte ihn zu treten verpasste er ihm einen Faustschlag ins Gesicht. Daraufhin flüchtete das Duo ohne Beute.
Der Mann erlitt eine Platzwunde an der Hand, ein Angreifer vermutlich eine größere Gesichtsverletzung. Die Hildesheimer Polizei sucht deshalb nach Zeugen, die jemanden kennen, der seit heute eine solche Verletzung hat – eine genauere Personenbeschreibung liegt nicht vor.
fx
Unbekannte Täter sind in der Nacht auf Dienstag in ein Textilpflegegeschäft in der Elzer Hauptstraße eingedrungen. Laut Polizeibericht hatten sie vermutlich einen Nachschlüssel dabei. Sie stahlen verstecktes Bargeld, beschädigten den Schließmechanismus einer Waschmaschine und randalierten in dem Geschäft.
Zeugen der Tat werden gebeten sich unter der Telefonnummer 05068-93030 beim Polizeikommissariat Elze zu melden.
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