Ein Verkehrsunfall hat heute auf der B1 bei Himmelsthür zu zwei verletzten Personen und erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Wie die Polizei meldet, war eine 76 Jahre alte Fahrerin auf dem Weg nach Sorsum aus ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn gekommen und dort mit einem LKW kollidiert. Der Lkw geriet danach ins Schlingern und kippte samt Auflieger, auf dem ein Bagger abgestellt war, auf die rechte Seite. Durch das umkippende Gespann wurde ein weiteres Auto, ein Skoda, beschädigt.
Die ältere Dame wurde bei dem Unfall schwer verletzt, war aber noch ansprechbar. Ihre 86-jährige Beifahrerin erlitt leichte Verletzungen. Beide Frauen wurden in ein Hildesheimer Krankenhaus verbracht. Der LKW-Fahrer blieb unverletzt, musste aber von der Feuerwehr befreit werden. Er wurde vorsorglich nach Gronau ins Krankenhaus gebracht. Die Skoda-Fahrerin kam mit dem Schrecken davon.
Die B 1 musste voll gesperrt werden, in beide Richtungen bildeten sich Rückstaus. Die Bergungsarbeiten waren am späteren Nachmittag noch nicht abgeschlossen, solange wird der Verkehr umgeleitet.
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Landrat Olaf Levonen hat sich heute erstmals zu den Vorwürfen gegen ihn geäußert, einen falschen Doktor-Titel zu führen. Er ist derzeit krankgeschrieben und ließ deshalb in der Kreistagssitzung eine Erklärung verlesen. Darin heißt es zunächst, er habe "einige Momente des Innehaltens" gebraucht, um seine Gedanken zu sammeln. Er ordne die Entwicklungen um die Doktorarbeit in den Zusammenhang ein, dass er sich beständig einem hohen Druck aussetze, wegen eines "wahrscheinlich nicht immer gesunden Maßes an Ehrgeiz".
Er habe sich stets sehr für das Thema Personalmanagement in der öffentlichen Verwaltung interessiert und sich seit vielen Jahren hiermit auseinandergesetzt. Beim Bestreben, dieses Wissen wissenschaftlich aufzuarbeiten, sei er auf die Selinus Universität gestoßen. Er hätte dann genauer prüfen müssen, welcher Hochschule er da vertraue. Dafür bitte er die Menschen im Landkreis sowie die Kreistagsabgeordneten um Entschuldigung. Er werde an dem Titel nicht festhalten und ihn auch nicht weiter führen.Zum weiteren Vorgehen sagte er, dass ihm die Ärzte aufgrund seiner angegriffenen Gesundheit derzeit Dienstunfähigkeit attestiert haben. Seine Aufgaben seien bei seiner Stellvertreterin Evelin Wißmann in guten Händen.
Weitere Angaben machte Levonen zunächst nicht.
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In der Integrierten Regionalleitstelle Hildesheim, die für Stadt und Landkreis eingehende Notrufe entgegennimmt, wird zum April die neue "strukturierte Notrufabfrage" eingesetzt. Dies ist ein landesweit einheitliches System. Es soll laut Stadt und Kreis sicherstellen, dass für die Alarmierung die richtigen Informationen zur Verfügung stehen.
Bisher sei es so, dass die DisponentInnen in den Leitstellen nach bestem Wissen und Gewissen veranlassen, welche Kräfte ausrücken - also etwa Rettungswagen, Notärzte oder Feuerwehrfahrzeuge. Im neuen System sorge eine Spezialsoftware dafür, dass die DisponentInnen die richtigen Fragen stellen, um dann zu entscheiden wer alarmiert werde. So würden dann bei denselben Voraussetzungen immer dieselben Rettungsmittel alarmiert, was auch zusätzliche Rechtssicherheit schaffe.
Die Software habe 55.000 Euro gekostet, plus Schulungskosten für das Personal in Höhe von 15.000 Euro. Sie gebe künftig den DisponentInnen nicht nur konkrete Hinweise zu den nötigen Rettungsmitteln, sondern enthalte z.B. auch Anweisungen für Reanimationsmaßnahmen, die dann per Telefon an die anrufende Person weitergegeben werden können.
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Die 7-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist im Landkreis Hildesheim auf über 100 angestiegen. Der Kreis meldete mit Stand heute Vormittag den Wert von 104,4. Nachdem gestern 71 Neuinfektionen registriert wurden, waren es heute 45, und es gab 415 bekannte infektiöse Fälle im Kreisgebiet. Schwerpunkte dabei sind Söhlde mit 61 Fällen, der Postleitzahl-Bereich 31137 in Hildesheim mit 60 Fällen und Sarstedt mit 55 Fällen.
Weiteres zur Statistik hören Sie in der morgigen Ausgabe von "Viertel Vor" um 6:45, 8:45, 12:45 und 18:45 Uhr.
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Der Deutsche Tierschutzbund und seine angeschlossenen Tierheime befürchten eine Abgabewelle von Haustieren. In der Coronakrise habe es einen "Haustierboom" gegeben - 2020 lebten demnach fast eine Million mehr Haustiere in deutschen Haushalten als im Vorjahr. Man gehe davon aus, dass darunter viele seien, die unüberlegt und leichtfertig angeschafft wurden. Die Sorge sei deshalb groß, dass diese Tiere dann in den Tierheimen landen oder im schlimmsten Fall sogar ausgesetzt werden, wenn die Pandemie zu Ende geht.
In der Corona-Zeit gelte mehr als je zuvor: Die Anschaffung eines Tieres müsse gut durchdacht sein, so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Sich ein Tier ausschließlich aus Langeweile, Einsamkeit oder als Beschäftigungsmaßnahme zuzulegen, sei keine gute Idee.
Weil Veranstaltungen und Feste in den Tierheimen seit Beginn der Corona-Krise ausfallen und damit wichtige Einnahmequellen wegbrechen, stünden viele Tierheime derzeit finanziell schlecht da. Wegen der hohen Nachfrage – und teilweise auch wegen vieler beschlagnahmter Tiere aus dem boomenden illegalen Handel – hätten die Tierheime alle Hände voll zu tun. Eine Abgabewelle nach der Pandemie könnte viele an ihre Kapazitäts- und Leistungsgrenzen bringen.
Der Tierschutzbund rufe deshalb weiter dazu auf, den Heimen finanziell zu helfen. Mehr Infos dazu gibt es im Internet auf www.tierheime-helfen.de.
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