Die neu eingerichteten Radfahrstreifen auf der Goslarschen Straße in der Hildesheimer Innenstadt sind nun offiziell freigegeben. Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer sagte bei einem Ortstermin am Mittag, dieses Projekt sei ein neuer Meilenstein, der zeige, dass die Stadt den Radverkehr wirklich stärken wolle. Dabei sei nicht das Ziel, den Autoverkehr unattraktiver zu machen, die Zeit der alleinigen Vorrangigkeit des Autos sei aber vorbei.
Die Stadt habe zudem kein eigenes Geld einsetzen müssen: Die Kosten von 400.000 Euro für den Umbau der Straße seien zu 40 Prozent vom Land und zu 60 Prozent vom Bund durch Fördermittel übernommen worden. Da die Kreuzung Immengarten mit der Ampelschaltung noch nicht fertig sei, werde vorübergehend noch mit einzelnen gelben Fahrbahnmarkierungen gearbeitet. Die Ampel werde im November endgültig umgebaut, dann sei die Maßnahme abgeschlossen. Zum PvH hin wurden keine Markierungen gesetzt, da dieser Bereich demnächst separat angegangen werden soll.
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Der Hildesheimer Kreisverband des Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat das jüngst gezogene Fazit der Stadt Hildesheim zum ersten "Pop Up-Radweg" am Fuße der Marienburger Höhe kritisiert. In einer Mitteilung heißt es, man widerspreche vehement den Schlussfolgerungen, dass zur Verbesserung der Situation am so genannten "Klingeltunnel" langjährige Planungen und danach ein großer Geldeinsatz in Millionenhöhe nötig seien. Es gebe stattdessen einfache und preiswerte Lösungen für das Problem.
Eine habe eine Aktion aus dem Jahr 2019 bereits aufgezeigt: So könne etwa der Autoverkehr auf die Höhe bereits im Übergang von der Straße "Am Kreuzfeld" zur Marienburger Straße auf die linke Spur geschickt werden - ein Großteil der Autos fahre jetzt bereits so. Damit wäre die rechte Spur frei, so dass die Autos aus der Struckmannstraßen-Auffahrt direkt dort auffahren könnten und keine Einfädelspur mehr bräuchten. Diese könnte dann dem Radverkehr zugeschlagen werden, um die Situation etwa vor dem dortigen Supermarkt zu verbessern. Eine solche kurze Radspur könne zwar nur ein Anfang für spürbare Verbesserungen im Stadtteil sein, aber sie wäre ein schnell zu realisierender Anfang, so der VCD.
Von Seiten der Stadt hieß es dazu, auch eine kurzfristige und temporäre Lösung brauche eine Planung und gute Vorüberlegung. Man werde die Planung für die Marienburger Str. im nächsten Jahr beginnen. Zudem seien zur Zeit noch andere Maßnahmen wie Sedanallee, Hohnsen und Kardinal-Bertram-Str. planerisch in Arbeit, die erst abgeschlossen werden sollten.
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Ergänzt 12 Uhr: Reaktion der Stadt, letzter Absatz
Die Herberge zur Heimat Himmelsthür zeigt morgen und am Samstag zu ihrem 141-jährigen Bestehen eine Ausstellung mit Portraits über Menschen, die das Thema „Zuhause“ bewegt. Die 20 großformatigen Bilder können jeweils von 13 bis 17 Uhr vor dem Theater für Niedersachsen betrachtet werden, teilt die Einrichtung mit.
Die Ausstellung wird morgen um 14 Uhr durch den Hildesheimer Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, Diakonie Himmelsthür-Vorstand Florian Moitje und die Geschäftsführerin der Herberge, Daniela Knoop, offiziell eröffnet. Sie solle auf die wohnungslosen Menschen aufmerksam machen, die in der Herberge zur Heimat ein „Zuhause auf Zeit“ gefunden hätten, hieß es weiter. Für die Betroffenen sei es ein großer Schritt, sich einzugestehen, dass sie ihre Probleme nicht allein bewältigen könnten. Die Herberge unterstützt Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder bereits betroffen sind und bietet stationäre als auch ambulante Hilfe. Hilfesuchende ohne feste Bleibe können sich z.B. dort aufwärmen, erhalten Mahlzeiten und werden in Wohngemeinschaften durch Sozialarbeiter betreut.
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Die Polizei hat gestern im Rahmen einer konzertierten Aktion im Bereich Hameln-Pyrmont zwölf Gebäude durchsucht und dabei drei Personen festgenommen. Dies geschah im Rahmen eines verdeckten Verfahrens wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln, insbesondere Marihuana, gegen insgesamt acht aus dem Kosovo und Albanien stammende Beschuldigte, heißt es in einer Mitteilung. Dies wird von der Zentralen Kriminalinspektion der Polizeidirektion Göttingen unter der Sachleitung der Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen in Hildesheim geführt. Diese hatte die Durchsuchungsbefehle sowie insgesamt sieben Haftbefehle erwirkt.
Die Ermittlungen schlossen sich an die Auswertung entschlüsselter Kryptohandy-Kommunikation an. Dies ergab den Verdacht, dass Beschuldigten im Frühjahr 2020 illegal Betäubungsmittel im Kilobereich von Belgien aus nach Deutschland eingeführt und veräußert haben, und darüber hinaus auch eigene Indoor-Plantagen im Bereich Hameln betrieben. Es folgten intensive Ermittlungen sowie eine Observation der Beschuldigten. Zwei Plantagen wurden nun bei den Durchsuchungen gefunden: Eine mit mindestens 500 Pflanzen befand sich dabei in einem leerstehenden Einfamilienhaus in Bad Pyrmont, eine andere in Hessisch Oldendorf - diese war allerdings abgeerntet.
Bei der Durchsuchung der anderen Gebäude wurden etwa 1,5 Kilogramm Marihuana gefunden, außerdem wurden bisher über 75.000 Euro an Bargeld sowie drei neuwertige Pkw im Schätzwert von über 42.000 Euro sichergestellt.
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Auch im Landkreis Hildesheim gilt ab Freitag die so genannte "3G-Regel". Das hat die Kreisverwaltung heute bekannt gegeben, weil mit diesem Mittwoch die 7-Tage-Inzidenz am fünften Tag in Folge über 50 liegt. Damit trete am Freitag die erweiterte Anwendung der Regel in Kraft, was Auswirkungen auf die Gastronomie, auf das Beherbergungsgewerbe, auf die Nutzung von Sportanlagen, auf private Feiern und öffentliche Veranstaltungen sowie auf die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen habe.
Die 3G-Regel bedeutet, dass nur noch vollständig gegen das Coronavirus geimpfte oder von einer Corona-Infektion genesene Personen, sowie Personen, die ein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen können, Zutritt zu bestimmten Einrichtungen, Dienstleistungen oder Veranstaltungen haben. Auch Selbsttests sind gestattet, wenn sie im Beisein der Veranstalterin oder des Veranstalters oder der Betreiberin oder des Betreibers einer Einrichtung oder einer diesen beauftragten Person durchgeführt werden. Ausgenommen von der Regel sind Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren sowie Schülerinnen und Schüler.
Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Internetseite des Landes Niedersachsen.
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