Der HAWK-Professor Dr. Lutz Finkeldey hat jetzt ein Buch zur Frage veröffentlicht, wie etwa die Corona-Pandemie das Denken beeinflusst. Es trägt den Titel „Denken in Zeiten einer Krise – Nachdenken ist besser“. Finkeldey sagte dazu, in einer Krise verenge sich der Horizont und das Denken verliere an Breite. Man verstehe dann die Krise als das Eigentliche, und es spiele im Prinzip keine Rolle mehr im Denkvorgang, wie man aus der Krise herauskommen könnte.
Bei Corona könne man beobachten, dass einige erleben, dass die Krise sie sehr bedrohe und andere sagen, die Krise sei gar nicht präsent. Dabei blendeten beide Seiten im Prinzip aus, um was es eigentlich gehe: Sich nämlich mit einem Phänomen zu beschäftigen, für das es derzeit noch keine Lösung gebe. Der Mensch suche, bevor er völlig nervös wird, erst einmal nach einfachen Lösungen und gehe lieber einen Weg, der klare Antworten gibt. Das könnten dann auch Verschwörungstheorien sein, die etwa Bill Gates zum Schuldigen machen.
Das Buch ist im Verlag Edition AV erschienen und kostet 16 Euro.
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Nach einem bestätigten Corona-Fall in der Schülerschaft der Oskar-Schindler-Gesamtschule entfällt morgen und am Montag für den 9. Jahrgang der Präsenzunterricht und es werden Aufgaben fürs "Lernen zu Hause" vergeben. Das meldet die Stadt Hildesheim am Abend. Das Kreis-Gesundheitsamt habe die entsprechenden Kontakte zurückverfolgt, so dass nun 56 SchülerInnen und acht Lehrkräfte in Quarantäne sind. Für die anderen Jahrgänge findet der Unterricht morgen statt.
Darüber hinaus ermittelt das Gesundheitsamt gegenwärtig relevante Kontakte einer Fußballmannschaft, mit der der betroffene Schüler trainiert hat. Gibt es in dieser Gruppe Kontakte der Kategorie 1, müssen sich auch diese in häusliche Quarantäne begeben.
Die Schule informiert über den Fall auch auf ihrer Internetseite.
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Bereits am vergangenen Wochenende sind in zwei Gartenkolonien in Hildesheim insgesamt 13 Lauben aufgebrochen worden. Wie die Polizei meldet, war zunächst der Verein Berggarten im Bockfelde betroffen. Dort wurden zwischen Freitag und Sonntag sieben Lauben sowie das Vereinsheim angegangen - aus letzerem nahmen die Täter alkoholische Getränke mit. Zwischen Sonntag und Montag war dann eine Kleingartenanlage zwischen der Baurat-Köhler-Straße und der Bahnlinie nach Harsum betroffen. Hier wurden sechs Lauben gewaltsam geöffnet.
In den meisten der 13 Fälle wurde offenbar nichts gestohlen. Wem an den Tatorten verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, sollte sich unter 0 51 21 - 939 115 mit der Polizei Hildesheim in Verbindung setzen.
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Die für Samstag und Sonntag geplanten Vorstellungen des "Hildesheimer Pflasterzauber" auf dem Domhof sind abgesagt. Das teilt das Stadtmarketing mit. Grund dafür ist der angekündigte Regen: Nasse Böden seien für Tänzerinnen und Tänzer ein hohes Sicherheitsrisiko, sagte Klaus Wilhelm vom Orga-Team - und auch Akrobatik sei bei Regen nicht möglich. Da es am Freitag nicht regnen soll, finden die Veranstaltungen auf dem Galeria-Parkhaus wie geplant statt.
Die bereits gekauften Tickets für die Vorstellungen am Samstag und Sonntag werden erstattet. Ticketkäuferinnen und -käufer, die ihre Karten über PayPal erworben haben, bekommen den Betrag zurücküberwiesen. Bei Käufen direkt in der Tourist-Information Hildesheim oder per Kreditkarte findet bei der Verkaufsstelle gegen Vorlage des Tickets eine Barauszahlung vor Ort statt. Ab Montag sind bis Ende des Jahres Erstattungen in der Tourist-Information am Marktplatz möglich.
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Um die Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs weiter voranzutreiben, richten die Bistümer Hildesheim und Osnabrück sowie das Erzbistum Hamburg eine gemeinsame Kommission ein. In einer Mitteilung heißt es, man bringe dazu jetzt die Umsetzung der gemeinsamen „Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland“ auf den Weg.
Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße sagte, die Deutsche Bischofskonferenz habe festgelegt, dass sich jedes der 27 Bistümer zu den Standards die der Erklärung bekenne. Er sei sehr froh, dass meine Mitbrüder Bischof Franz-Josef Bode und Bischof Heiner Wilmer sofort zugestimmt hätten, gemeinsam eine Kommission und auch einen Betroffenenbeirat einzurichten. In der Vorbereitung übernehme das Erzbistum Hamburg die Federführung, im November sollen weitere Details geklärt werden. Die Kommission selbst könnte dann zur Jahreswende eingesetzt werden. Sie soll dann das Ausmaß von Übergriffen erheben, den Umgang mit TäterInnen und Betroffenen untersuchen und Strukturen in der Kirche identifizieren, die den Missbrauch ermöglicht oder erleichtert haben.
Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer sagte, die katholische Kirche habe durch die Verbrechen des sexuellen Missbrauchs und des Wegschauens eine riesige Schuld auf sich geladen. Eine transparente und möglichst vollumfängliche Aufarbeitung des Unrechts durch externe Fachleute sei alternativlos. Zugleich müssten sich die Betroffenen von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch im Anliegen der Aufarbeitung wiederfinden. Die gemeinsame Kommission der drei Bistümer werde dafür Sorge tragen, dass man im Umgang mit diesem traurigen und zugleich sehr komplexen Thema weiterhin fachlich angemessen und auf einem hohen professionellen Niveau agiere.
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