Nach mehreren Treffen im Rathaus haben der Betreiber des JoBeachs, Matthias Mehler, und die Anwohner am Weinberg nun eine Vereinbarung unterzeichnet. Diese stellt Regeln für den künftigen Betrieb vor Ort auf - in der Vergangenheit hatten sich einige Anwohner wiederholt insbesondere über Lärm vom JoBeach beschwert. Stadtbaurätin Andrea Döring sagte, sie hoffe dass nun Ruhe in die Diskussion einkehre und beide Seiten damit leben könnten. Das vorliegende Papier sei ein guter Kompromiss, der insbesondere den Belangen der Anwohnenden Rechnung trage.
Die Vereinbarung umfasst im Kern vier Punkte: Der Lieferverkehr sowie Aufräumarbeiten müssen den zeitlichen Bedürfnissen der umgebenden Bewohnerinnen und Bewohner angepasst werden; die Ausschank- und Betriebszeiten müssen angepasst werden und auch dem Gelände ist im Normalfall kein offenes Feuer erlaubt; Lautsprecheranlagen auf dem Gelände sind nur ausnahmsweise, etwa für Sonderveranstaltungen, erlaubt im Rahmen der zulässigen Immissionsrichtwerte; und bei maximal sechs Großveranstaltungen im Jahr dürfen insgesamt zu zwei Terminen Feuerwerke durchgeführt werden. Bei Privatfeiern und Sonderveranstaltungen sind Feuerschalen erlaubt.
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An einer Fahrraddemonstration für sichere Radwege für Kinder und Jugendliche haben heute Mittag in Hildesheim rund 250 Menschen teilgenommen. Es war die erste so genannte "Kidical Mass" in Hildesheim, bundesweit finden heute ähnliche Aktionen statt. Unter den Teilnehmenden waren daher auch viele Kinder.
Die Organisatorin der Fahrt, Tinka Dittrich, hatte zuvor im Tonkuhle-Gespräch erklärt, Kinder würden in der Diskussion um den Verkehr in Hildesheim oft vergessen. Viele Eltern hätten ein schlechtes Gefühl dabei, ihre Kinder mit dem Fahrrad auf der Straße fahren zu lassen, und würden sie stattdessen oft mit dem Auto zu ihren Zielen fahren. Viele Stellen in Hildesheim seien gerade für Kinder problematisch, z.B. die Kardinal-Bertram-Straße.
Der Demo-Konvoi passierte auch den Hindenburgplatz und streifte somit die Goslarsche Straße. Am Montag wird der Verwaltungsausschuss voraussichtlich entscheiden, ob hier die beiden äußeren Fahrstreifen zu Fahrradstreifen umfunktioniert werden.
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Die SPD schickt Bernd Lynack ins Rennen um das Amt des Hildesheimer Landrats. Das wurde gestern auf einer Sitzung des Unterbezirksvorstands beschlossen. Lynack ist seit 2013 Landtagsabgeordneter und seit 2011 Mitglied des Hildesheimer Stadtrats und des Ortsrats Himmelsthür. Beim Landkreis hat er bereits als Verwaltungsangestellter des gehobenen Dienstes gearbeitet und war hauptamtlicher Geschäftsführer der SPD-Kreistagsfraktion.
Lynack sagte, die Kandidatur sei ein längerer Entscheidungsprozess gewesen. Sie beruhe auf einer intensiven Abwägung und Einschätzung der vergangenen Wochen. Der Landkreis Hildesheim habe großes Potenzial. Sein Ziel sei, den Kreis und seine Kommunen als Region noch enger zusammenzuführen.
Der derzeitige Landrat Olaf Levonen (ebenfalls SPD) hatte vor kurzem erklärt, nicht erneut für das Amt kandidieren zu wollen. Levonen war 2016 zum Nachfolger von Reiner Wegner gewählt worden - auch er gehört der SPD an.
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Ein technischer Defekt hat gestern im Bühnenraum des Hildesheimer Stadttheaters die Sprühflutanlage ausgelöst und damit die Bühne fürs Erste unbespielbar gemacht. Wie das TfN mitteilt, fallen deshalb auf noch nicht absehbare Zeit alle Aufführungen aus. Intendant Oliver Graf sagte, nach einem gelungenen, überregional wahrgenommen Spielzeitauftakt unter Corona-Bedingungen stelle diese neue Situation erneut eine große Herausforderung dar. Es werde jetzt alles daran gesetzt, schnellstmöglich wieder fürs Publikum da zu sein.
KarteninhaberInnen und AbonnentInnen werden zeitnah über Umtausch- und Erstattungsmöglichkeiten informiert. Warum die Flutanlage auslöste ist noch nicht bekannt, die Höhe des Schadens noch nicht abschätzbar.
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Der zunehmende Protest gegen Corona-Verordnungen ist nach Ansicht von Bischof Heiner Wilmer ein Ausdruck von Furcht. Er sagte in einem Interview, was diese Menschen zutiefst verbinde, sei kaschierte Angst, die sie nicht wahrhaben wollen. Diese Angst verbarrikadiere sich hinter Wutanfällen, während die Protestierenden sich entschlossen und kämpferisch gäben. Er sei sich sicher: Wenn die Protestierenden sich ihren innersten Ängsten öffneten, würden sie zerbrechen, so Wilmer.
Man müsse aber dennoch den Dialog suchen, sagte der Bischof weiter. Das könne allerdings nicht mit der Masse und nicht nur auf der Ebene sachlicher Argumente geschehen. Die Demonstrationen würden ja vor allem von aufgeheizten Emotionen und Verschwörungstheorien getrieben - unter solchen Umständen könne Vernunft nicht viel bewirken.
Zwingend dafür notwendig sei eine neue und echte Streitkultur, unterstrich Wilmer. Eine gute Streitkultur bestehe darin, dass man nicht immer einer Meinung sein müsse, aber als Menschen dennoch zusammenstehe. Nur so sei sozialer Frieden möglich. In den vergangenen Jahrzehnten hätten die Menschen den Fehler begangen, kapitalistischen Strukturen zu sehr das Wort zu reden. Diese Fixierung auf das Ökonomische allein halte aber die Gesellschaft, Europa und die Welt nicht zusammen.
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