Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat einen Aufruf mit dem Titel "Europa, zeig' dich selbstbewusst" veröffentlicht. Darin heißt es, die Welt brauche angesichts des derzeitigen Aufruhrs die Wertegemeinschaft, die Europa verkörpert - und Europa brauche den Mut, seine Werte selbstbewusst zu vertreten. Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer sagte als Vorsitzender der Bischofskonferenz, ihm sei in diesen Zeiten der Frieden besonders wichtig. Er sehe Europa in der besonderen Verantwortung, die Gültigkeit des Völkerrechts einzufordern und mutig für verlässliche, multilateral koordinierte Regeln einzustehen.
Man erlebe derzeit einen geopolitischen Epochenwechsel, heißt es weiter: Die bisherige Allianz zwischen der EU und den USA sei erschüttert, und Europa werde von Russland und China politisch und wirtschaftlich unter Druck gesetzt. Zugleich aber verliere das Versprechen der europäischen Integration an Überzeugungskraft. Viele Menschen seien verunsichert, erlebten gesellschaftliche Polarisierung und spürten Transformationsdruck. Das befördere das Gefühl, demokratische Politik sei zu langsam oder abgehoben, und dieser Eindruck werde gezielt durch autoritäre und antiliberale Akteure verstärkt.
Der vollständige Aufruf steht auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz zum Herunterladen bereit (pdf, 190 kb).
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Die niedersächsischen Theater rufen angesichts ihrer angespannten Finanzsituation für diesen Mittwoch zu einer Demonstration in Hannover auf. Mit unterstützt wird dieser Aufruf in Hildesheim u.a. vom Theater für Niedersachsen und dem Theaterhaus, die Teil des Bündnisses "#rettedeintheater" sind. Die Demo startet um 10:30 Uhr am Hannover Hauptbahnhof und soll dann erst zum Kulturministerium und dann zum Landtag ziehen.
Dabei stehen für die verschiedenen Theaterformen unterschiedliche Probleme im Mittelpunkt: Während es für öffentlich-rechtliche Häuser wie das TfN z.B. um die Auswirkungen von Tarifverhandlungen geht, fordert die freie Theaterszene eine verlässliche strukturelle Förderung anstelle stetig wechselnder Projektförderungen.
In den Tonkuhle-Magazinen an diesem Dienstag hören Sie dazu Interviews mit TfN-Intendant Oliver Graf, der Theaterhaus-Geschäftsführerin Nele Rennert und Martina von Bargen vom Landesverband Freie Darstellende Künste.
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Die ehemalige Drahtseilbahn der Sarstedter Dachsteinfabrik ist das Thema des neuesten Newsletters des Sarstedter Geschichtskreises. Darin wird nachgezeichnet, wie die knapp dreieinhalb Kilometer lange Anlage im Jahr 1928 entstand, um Ton aus der Grube auf dem Moorberg zu den beiden Verarbeitungswerken zu transportieren - gebaut innerhalb eines halben Jahres vom damaligen Weltmarktführer für Seilbahnen. Im April 1975 ging sie dann außer Dienst, und LKW übernahmen den Tontransport.
Sie finden den Newsletter online auf www.sarstedt.de/freizeit-kultur/kultur/sarstedter-geschichtskreis.
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Mitte Mai werden in Hildesheim 27 weitere Stolpersteine verlegt. Wie die Stadt mitteilt, wird dies am 19. Mai zwischen 9 und etwa 17:30 Uhr geschehen, und um 11 Uhr ist dabei eine zentrale Gedenkstunde auf dem Andreasplatz geplant. Der Künstler Gunter Demnig, der die Aktion Stolpersteine ins Leben gerufen hat, werde dieses Mal nicht persönlich anwesend sein.
Die 27 Steine werden durch Patinnen und Paten finanziert. Sie erinnern an 23 Menschen, die als Juden verfolgt wurden, drei Personen aus dem Widerstand und eine Person, die wegen homosexueller Handlungen verurteilt im Gefängnis starb. Eine von Dr. Hartmut Häger verfasste Begleitbroschüre enthält die Biografien der Betroffenen.
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Die Hildesheimer SPD hat ein vor kurzem bekannt gewordenes Arbeitspapier von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden zu möglichen Einsparungen bei sozialen Leistungen scharf kritisiert. Dies sei zwar nur ein internes Papier, zeige aber, in welche Richtung gedacht werde, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Stadtrats-Fraktion und Vorsitzende des Sozialausschusses, Carina Goertz. Und diese Richtung halte die Hildesheimer SPD für brandgefährlich und erwarte deshalb von den Mitgliedern ihrer Partei im Bundestag eine klare und unmissverständliche Positionierung gegen diese Vorschläge.
So würden etwa bei den vorgeschlagenen Kürzungen im Sozialbereich die Folgekosten systematisch ausgeblendet. Wer bei Prävention und zum Teil existentiellen Investitionen spare, zahle am Ende an anderer Stelle drauf, etwa durch steigende Obdachlosigkeit, Mehrkosten in Gesundheits- und Sozialsystemen oder bei Polizei und Justiz. Strukturell würden in dem Papier finanzielle Lasten nach unten verlagert, während Handlungsspielräume vor Ort nicht mitwachsen.
Wer wie zuletzt Kanzler Friedrich Merz steigende Kosten im System kritisiere, müsste den Fokus eigentlich auf Stärkung von Prävention legen, so Goertz weiter. Stattdessen werde der politisch einfachste Weg gewählt durch Einsparungen bei denjenigen, die sich am wenigsten wehren können, während strukturell anspruchsvollere Maßnahmen wie eine Reform der Erbschaftsteuer oder die Wiedereinführung einer Vermögensteuer weiter ausgespart bleiben.
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