Der Wolf ist jetzt Teil des niedersächsischen Jagdrechts. Das hat der Landtag in Hannover mit großer Mehrheit von SPD, CDU und FDP beschlossen und damit die bisherige Wolfsverordnung aus dem Jahr 2020 abgelöst. Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) sagte, es gehe um den Ausgleich zwischen dem Schutz einer besonders und streng geschützten Tierart und dem Schutz von Weidetieren mitsamt den berechtigten Interessen ihrer Halterinnen und Halter.
Mit dem neuen Gesetz erhielten Wölfe eine ganzjährige Schonzeit. Damit sei die Jagd auf sie nur zulässig, wenn eine Ausnahmegenehmigung nach dem Bundesnaturschutzgesetz vorliege, so die Ministerin. Dies schaffe eine gute Handlungsgrundlage, um eine artenschutz- und tierschutzkonforme Entnahme zu ermöglichen. Die Landesjägerschaft begrüßte die Novellierung des Jagdgesetzes. Am strengen Schutzstatus des Wolfes ändere dies zwar nichts, aber im Sinne einer perspektivischen Betrachtung und vorausschauenden Handelns sei der Schritt richtig und wichtig. Nach aktuellen Zählungen gibt es in Niedersachsen 38 Wolfsrudel, zwei Wolfspaare und vier Einzelwölfe in freier Wildbahn. Im Kreis Hildesheim sind keine Wölfe bekannt, das naheste Revier ist Burgdorf bei Hannover.
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Die Polizei in Elze sucht mögliche Zeugen einer Trunkenheitsfahrt gestern Abend auf der B3 zwischen Hannover und Elze. Dem Bericht nach fuhr ein weißer Transporter des Typs Fiat Ducato mit Hannoveraner Kennzeichen mehrfach deutlich auf den Gegenfahrstreifen, so dass entgegenkommende Fahrzeuge teils stark bremsen mussten, um einen Unfall zu vermeiden.
Der Fahrer hatte bei der Kontrolle durch die Polizei eine Atemalkoholkonzentration von über 2,3 Promille und musste eine Blutprobe sowie seinen Führerschein abgeben. Wer Hinweise zum Sachverhalt geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei in Elze unter der Telefonnummer 0 50 68 - 9 30 30 zu melden.
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Der Städte- und Gemeindebund steht dem kommenden Neun-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr weiterhin skeptisch gegenüber. Sein Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte, das Vorhaben verschlinge enorme Bundesmittel, aber sein Effekt könnte verpuffen. So werde insbesondere in den ländlichen Räumen seine Wirkung gering sein, da es an vielen Stellen kein ausreichendes Angebot an Bussen und Bahnen gebe.
Zudem bürde das Ticket den mehr als 450 Verkehrsunternehmen und 60 Verkehrsverbünden kurzfristig einen enormen Umsetzungsaufwand auf. Es wäre deshalb besser gewesen, die zusätzlichen Finanzmittel für mehr Busse und Bahnen, eine bessere Taktung und bessere Ausstattung auszugeben. Das hätte auch einen langfristigen Effekt gehabt - jetzt aber stehe zu befürchten, dass es vor allem bei einer Symbolwirkung bleibe.
Die Sondertickets für neun Euro sollen nach Plänen von Bund und Ländern im Juni, Juli und August bundesweit Fahrten im Nah- und Regionalverkehr ermöglichen, zu einem weitaus günstigeren Preis als normale Monatstickets. Sie sind Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung wegen der stark gestiegenen Energiepreise, 2,5 Milliarden Euro stehen dafür zur Verfügung. Die ARD veröffentlichte Ende letzter Woche eine Umfrage, nach der das Interesse am Neun-Euro-Ticket offenbar groß ist: 44 Prozent der rund 1.200 Befragten gaben an, dieses Ticket auf jeden Fall oder sehr wahrscheinlich zu nutzen.
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Im Zuge der Special Olympics in Berlin werden nächstes Jahr Sportlerinnen und Sportler aus dem westafrikanischen Liberia nach Hildesheim kommen. Die Stadt ist eine von vielen "Host Towns", die vor Beginn der eigentlichen Spiele am 17. Juni in Berlin Delegationen aus anderen Ländern empfangen und für einige Tage ein Sonderprogramm organisieren. So soll dem Organisationsteam zufolge ganz Deutschland zum Gastgeber der größten inklusiven Sportveranstaltung der Welt werden.
Das siebenköpfige Team aus Liberia werde während seines viertägigen Aufenthalts in Hildesheim in der Tagungsstätte des Michaelisklosters untergebracht. Als Programmpunkte sind u.a. ein Fackellauf, Sportspiele und ein Abend auf dem Citybeach geplant.
Hintergrund des Host Town-Programms ist auch, die Inklusion vor Ort voranzutreiben. Dazu werden u.a. derzeit acht Menschen mit kognitiver Behinderung zu "Teilhabe-BeraterInnen" ausgebildet - sie werden der Stadtverwaltung und auch anderen Institutionen und Vereinen künftig als Expertinnen und Experten in eigener Sache zur Seite stehen.
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Das Studentenwerk OstNiedersachsen ist jetzt 100 Jahre alt. Dieses Jubiläum soll vor allem mit drei größeren Aktionen das ganze Jahr über gefeiert werden, heißt es in einer Mitteilung. Die erste Aktion sei bereits im Sommersemester gestartet: In einem Wettbewerb wurden Ideen für sinnvolle Anschaffungen gesammelt. Es habe rund 50 Einsendungen gegeben, und nun werde eine eine Jury fünf davon auswählen, die mit je bis zu 1.000 Euro umgesetzt werden.
Die zweite Aktion sei die Veröffentlichung eines eigenen Spiels für Mobiltelefone namens "studiwerk.100". Dies enthalte sechs Minispiele aus der Welt des Studentenwerks und sei kostenlos in den gängigen App Stores erhältlich. Die dritte Aktion sei fürs Wintersemester geplant und bis auf das Stichwort "Partypakete" noch geheim.
Die heutigen Studentenwerke haben ihren Ursprung in der studentischen Selbsthilfebewegung nach dem ersten Weltkrieg. Anfang 1922 entstanden so das Wirtschaftsamt der Technischen Hochschule Braunschweig und die Clausthaler Studentenhilfe - die Vorläufer des Studentenwerks OstNiedersachsen, das es in der aktuellen Form und mit diesem Namen seit 2011 gibt. Es betreut rund 60.000 Studierende an den zehn Hochschul-Standorten Buxtehude, Braunschweig, Clausthal-Zellerfeld, Hildesheim, Holzminden, Lüneburg, Salzgitter, Suderburg, Wolfenbüttel und Wolfsburg.
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