Nordzucker fährt fürs letzte Geschäftsjahr hohe Verluste ein – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Die in Braunschweig ansässige Nordzucker AG hat eine negative Bilanz für das Geschäftsjahr 2025/26 gezogen. Der Umsatz ist demnach von rund 2,77 auf 2,34 Milliarden Euro gesunken, und im operativen Ergebnis gab es einen Verlust von 226 Millionen Euro.

Der Konzernchef Lars Gorissen sagte bei der Vorstellung der Jahresbilanz, die Zuckerbranche sei aktuell von einer "extrem herausfordernden Marktlage" betroffen: So hätten in Europa zwei sehr gute Ernten in Folge ein deutliches Überangebot und damit einen Preisverfall verursacht, und dazu komme noch, dass der Zuckerverbrauch generell zurückgehe.

Zwar gehöre Marktdynamik zum Geschäft, in dieser Ausprägung sei sie jedoch außergewöhnlich, so Gorissen. Man werde nun auch mit einem zusätzlichen Sofortprogramm aktiv gegensteuern: Im Fokus stünden die Reduzierung von Verwaltungskosten inklusive Personal- und Sachkosten, die Anpassung der Netzwerkstruktur und die Steigerung der Profitabilität insbesondere im Deutschland-Geschäft. Wegen der aktuellen Lage wollen Vorstand und Aufsichtsrat der Nordzucker-Hauptversammlung am 9. Juli vorschlagen, für das Geschäftsjahr 25/26 keine Dividende auszuschütten.

Der Konzern betreibt in der Region Hildesheim die Zuckerfabriken in Clauen und Nordstemmen.

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