Das Polizeikommissariat Alfeld hat eine Bilanz seiner am Sonntag beendeten, zweiten Verkehrssicherheitswoche des Jahres gezogen. In den sieben Tagen sind demnach insgesamt 554 Verstöße festgestellt und entsprechende Verfahren eingeleitet worden - die allermeisten wegen Ordnungswidrigkeiten, aber auch 15 wegen Straftaten.
Einer der Schwerpunkte der Aktion war zu schnelles Fahren, und darauf geht auch der mit Abstand größte Teil der Verstöße zurück. So hat allein ein Blitzer-Anhänger des Landkreises 335 mal angeschlagen, und weitere 156 Verstöße wurden mit Handmessgeräten festgestellt. Außerdem gab es vereinzelte Fälle von Fahrern unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen sowie von Menschen, die unterwegs ihr Mobiltelefon benutzten oder nicht angeschnallt waren. Die 15 Straftaten verteilten sich auf sechs Fälle von Fahren ohne Führerschein, sieben Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz und zwei Fälle von Trunkenheit im Verkehr - hier wurden bei einem Autofahrer 1,19 Promille und bei einem Mann auf einen E-Scooter 1,23 Promille gemessen.
Im Fazit der Polizei heißt es, dass die Ergebnisse der Verkehrssicherheitswoche klar verdeutlichen, wie wichtig kontinuierliche Kontrollen im Straßenverkehr sind - man wolle diesen polizeilichen Kontrolldruck auch zukünftig aufrechterhalten.
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Eine aktuelle Wohnungsbau-Prognose des hannoverschen Pestel-Instituts sieht für den Landkreis Hildesheim ein Defizit von 2.200 Wohnungen und einen großen Bedarf. Um diesen zu decken, müssten der Prognose nach in den nächsten fünf Jahren jährlich 490 neue Wohnungen gebaut werden, so der Chef-Ökonom Matthias Günther. Der Statistik nach seien in den letzten zwei Jahren im Schnitt 431 Baugenehmigungen pro Jahr für neue Wohnungen erteilt worden. Das könnte für die Bedarfsdeckung reichen, es dürfe aber mit den Baugenehmigungen im Kreis "nicht mehr bergab gehen".
Um das Bauen zu beschleunigen, sollte der Bund ein Programm mit einer Zins-Obergrenze von zwei Prozent auflegen, so Günther - damit wären sowohl private Bauherren, aber auch Investoren wieder in der Lage, neue Wohnungen zu bauen. Dass in der Region rund 3.780 Wohnungen schon seit einem Jahr oder länger leer stehen, mache dabei keinen großen Unterschied: Wohnungen, die so lange leer stehen, gingen kaum wieder in die Vermietung.
Die Regional-Analyse zum Wohnungsmarkt entstand im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel, der von Bund und Ländern schon lange mehr Engagement beim Wohnungsbau und auch einen Abbau von Normen und Auflagen fordert. Die Präsidentin Katharina Metzger sagte, trotz des Schlagworts ‚Wohnungsbau-Turbo' passiere bei der neuen Regierung in der Sache zu wenig.
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Bei der Endlager-Suche für hochradioaktiven Atommüll liegen viele der noch in Untersuchung befindlichen Gebiete in Niedersachsen. Das geht aus einer aktualisierten Karte der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hervor, die diese Woche ins Internet gestellt wurde. In ihr werden viele Bereiche in Deutschland als für ein Endlager nicht geeignet bewertet, darunter große Teile von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Weiter in Prüfung befindliche Gebiete sind neben fast ganz Niedersachsen u.a. der größte Teil Schleswig-Holsteins, Nordbayern sowie die ostdeutschen Bundesländer mit Ausnahme des Nordostens.
Die Endlagersuche für hochradioaktive Abfälle verläuft in mehreren Phasen. Am Ende der derzeitigen ersten Phase sollen bis 2027 wenige konkrete Standortregionen identifiziert werden, die danach oberirdisch erkundet werden sollen.
Ein Ausschnitt aus der Karte der BGE - markierte Bereiche sind noch in Untersuchung
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Ein BMW-Fahrer hat gestern Abend auf der A 7 nahe Bockenem einen Unfall verursacht und ist dann zu Fuß geflohen. Wie die Polizei mitteilt, war sein Richtung Nord fahrender Wagen gegen 19:10 Uhr nach rechts von der mittleren Fahrbahn abgekommen und hatte dort einen Opel touchiert. Dieser wurde dadurch in die Leitplanke gelenkt, drehte sich und kam in der Mitte der Autobahn zum Stehen. Der BMW dagegen prallte gegen die Mittelschutzplanke, schleifte an dieser entlang und blieb nach mehreren hundert Metern stehen.
Ein Zeuge meldete der Polizei, dass der Fahrer daraufhin ausstieg und über die Südfahrbahn davonlief. Eine Fahndung auch mit Hilfe eines Hubschraubers und einer Drohne blieb erfolglos. Weitere Zeugen berichteten, dass der BMW-Fahrer vor dem Unfall mehrere Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit und mit Lichthupe überholt hatte.
Im Opel saß eine vierköpfige Familie mit einem Kleinkind und einem Säugling. Die beiden Kinder wurden sicherheitshalber stationär in einem Krankenhaus aufgenommen, konkrete Verletzungen sind aber bisher nicht bekannt. Der Wagen musste abgeschleppt werden. Der in Bremen zugelassene BMW wurde beschlagnahmt, und die Ermittlungen in der Sache laufen weiter. Die A 7 war nach dem Unfall in Nordrichtung für etwa vier Stunden gesperrt.
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Die Deutsche Bahn erwägt, die Konzerntochter Regionalverkehre Start Deutschland GmbH vollständig in die DB Regio AG zu integrieren. Das geht aus einer Mitteilung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) aus dem Oktober hervor. Der Schritt solle noch abschließend geprüft werden, so dass nächstes Jahr dazu eine Entscheidung fallen kann, so die GDL. Details dazu gibt es noch nicht.
Start war 2016 von der DB Regio gegründet worden mit dem Anspruch, mit schlankeren Strukturen den Herausforderungen des Wettbewerbs besser begegnen zu können, dabei aber gleichzeitig die Vorteile eines renommierten, zuverlässigen und sicheren Unternehmens zu bieten.
In der Region Hildesheim betreibt Start Niedersachsen Mitte seit Ende 2021 die Regionalbahnen 77 und 79, also die Weserbahn über Hameln nach Bünde bzw. Herford und die Lammetalbahn nach Bodenburg. Seitdem sind beide Verbindungen, aber insbesondere die über Bad Salzdetfurth nach Bodenburg, immer wieder von Verspätungen oder Ausfällen betroffen, was zu wiederholter Kritik sowohl durch den Fahrgastverband Pro Bahn als auch die Landesnahverkehrsgesellschaft geführt hat. Start zufolge gehen viele der Probleme darauf zurück, dass man die eingesetzten Fahrzeuge in einem sehr schlechten Zustand vom Vorbetreiber übernommen habe.
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