Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer hat eine Änderung des Arbeitsrechts der katholischen Kirche für Homosexuelle gefordert. Im Reformprozess „Synodaler Weg“ müsse das mit in den Blick genommen werden, damit Mitarbeitende der Kirche eine homosexuelle Orientierung nicht weiter verheimlichen müssen, sagte er mit Blick auf die Initiative "#outinchurch".
In dieser hatten sich zuletzt 125 haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende in der katholischen Kirche als nicht heterosexuell geoutet, und auch eine Änderung des Arbeitsrechts gefordert. Ein Leben entsprechend der eigenen sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität dürfe weder zum Ausschluss von Aufgaben und Ämtern noch zur Kündigung führen, so die Initiative, und die kirchliche Lehre solle diffamierende Aussagen zu Geschlechtlichkeit und Sexualität revidieren. In Riten und Sakramenten sollte sichtbar werden, "dass LGBTIQ+-Personen und -Paare von Gott gesegnet sind".
Wilmer betonte, der wertschätzende Umgang mit homosexuellen Menschen sei völlig zu Recht ein wichtiges Thema des Synodalen Weges. Auch die Segnung homosexueller Paare sollte nicht tabuisiert, sondern weiter diskutiert werden. Die Kirche müsse die heutigen Lebenswirklichkeiten von gleichgeschlechtlichen Gemeinschaften würdigen, ohne damit das Sakrament der Ehe zwischen Mann und Frau in Frage zu stellen.
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Trotz der aktuellen Erschwernisse durch die Pandemie nehmen dieses Jahr 45 Projekte mit insgesamt 73 Teilnehmenden an den Hildesheimer Regionalwettbewerben von "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren" teil. Das gab deren Leiter Daniel Kahle bekannt. 16 Projektarbeiten entfielen dabei auf „Schüler experimentieren“, wo junge Leute bis 14 Jahren teilnehmen können, und 29 Arbeiten auf die Sparte „Jugend forscht“, die sich an ältere Schüler:innen bis hin zum ersten Studiensemester richtet. Die Teilnehmenden kommen aus sechs Schulen des Kreisgebiets. Die meisten ihrer Projekte sind in den Fachgebieten Biologie und Chemie angesiedet, es geht z.B. um Fragen der Nachhaltigkeit oder die Digitalisierung.
Die Jury wird am 9. und 10. Februar über das Internet zusammenkommen und die Arbeiten begutachten, sowie mit ihren SchöpferInnen sprechen. Am 11. Februar wird es eine Feierstunde geben, die als Livestream aus der Halle 39 übertragen wird. Ob die jungen ForscherInnen dann auch in Präsenz dabeisein können, wird dann anhand der aktuellen Lage entschieden.
Weitere Informationen zum Regionalwettbewerb Hildesheim gibt es im Internet auf der Seite www.jufo-hildesheim.de.
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Der TÜV Nord setzt ab sofort auf seiner Internetseite einen so genannten "Chatbot" mit dem Namen "Thomas" ein. Über ihn können in Schadensfällen sowohl Informationen abgerufen als auch Termine für ein Schadensgutachten abgesprochen werden, heißt es in einer Mitteilung. So sollen die Mitarbeiter vor Ort in den Stationen entlastet werden. Sollte das eigene Fahrzeug nicht mehr fahrbereit sein, könne die Anfrage auch direkt an DisponentInnen weitergeleitet werden.
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Die Hildesheimer Polizei sucht Zeugen eines Vorfalls, der sich am frühen Sonntagmorgen in der Schuhstraße zugetragen hat. Laut Bericht hatte dort ein unbekannter Mann zwei Frauen im Alter von 25 und 34 Jahren angegriffen. Zuvor soll es zu einem Streit gekommen sein, weil die Frauen ihm und seinem Begleiter nicht ihre Telefonnummern geben wollten. Daraufhin soll der Mann die eine Frau ins Gesicht geschlagen und die andere zu Boden geschubst und mehrfach getreten haben - sie wurde danach ins Krankenhaus gebracht.
Beide Männer sollen etwa 1,70 Meter groß sein und dunkle Haare haben. Sie waren dunkel bekleidet, die Jacke des Täters soll grau gewesen sein. Mögliche Zeugen des Angriffs werden gebeten, sich unter der Nummer 0 51 21 - 939 115 bei der Polizei Hildesheim zu melden.
Bei der Aufnahme des Sachverhalts kam es dann noch zu einem weiteren tätlichen Angriff: Der Lebensgefährte der einen Geschädigten erschien am Tatort und schubste einen Beamten plötzlich, zudem stieß er Beleidigungen gegenüber den Einsatzkräften aus. Gegen ihn wurde ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet.
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Die Regierungsfraktionen von SPD und CDU haben eine Änderung des niedersächsischen Krankenhausgesetzes auf den Weg gebracht. Damit solle das bundesweit modernste Krankenhausgesetz entstehen, hieß es in einer Mitteilung. Ziel sei eine landesweit gleichwertige Versorgungsqualität, eine auskömmliche Personalausstattung und eine effiziente Nutzung von Ressourcen.
Nach der Gesetzesvorlage soll das Land künftig in acht Versorgungsregionen unterteilt werden, um eine gleichmäßige und wohnortnahe Versorgung zu gewährleisten. Krankenhäuser werden demnach künftig je nach Leistungskriterien und Bettenzahl in drei Versorgungsstufen eingeteilt. Zudem soll das Gesundheitsministerium eine Krankenhausaufsicht einführen, und die Förderung durch das Land soll neu geregelt werden.
Insbesondere der ländliche Raum solle davon profitieren, sagte der sozialpolitische Sprecher der CDU, Volker Meyer. Der Erhalt und Ausbau von Kliniken folge künftig einer klaren Logik und nachvollziehbaren Kriterien, und für Krankenhäuser, welche diese nicht erfüllen, zeige das Gesetz Alternativen auf. Herzstück dabei seien sogenannte Regionale Gesundheitszentren, die weiterhin eine wohnortnahe Versorgung rund um die Uhr sicherstellen sollen.
Das neue Gesetz soll noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden.
sk/fx
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