Die für diesen Donnerstag angekündigte Veranstaltung im Literaturhaus St. Jakobi mit Kirsten Boie und Christoph Biemann fällt aufgrund der aktuellen Corona-Situation aus. Die Veranstalter bitten um Verständnis und weisen darauf hin, dass schon gekaufte Tickets bei Ameis Buchecke zurückgegeben werden können. Die Veranstaltung werde nicht nachgeholt.
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Die IG Bau Niedersachsen-Mitte sieht das Baugewerbe im Wachstum. Der Bau bleibe krisenfest, heißt es in einer Mitteilung, und werde bald neue Leute brauchen. Die Zahl der BauarbeiterInnen im Landkreis Hildesheim werde schon deshalb steigen, weil mit den derzeitig im Bau Beschäftigten das, was die Ampel-Koalition vorhabe, nicht zu schaffen sei, sagte Gewerkschaftssprecherin Stephanie Wlodarski. Für den Neubau von Wohnungen und vor allem auch für das klima- und seniorengerechte Sanieren werde jede Hand, die zupackt, gebraucht – und sie werde gut bezahlt.
Auf den Bau auch im Kreis Hildesheim komme eine „Beschäftigungsoffensive“ zu, und es sei höchste Zeit, deutlich zu machen, dass die Branche eine gute Jobperspektive biete. Dazu passe auch das Lohn-Plus von 6,2 Prozent, das die Gewerkschaft jetzt erreicht habe, und auch drei Einmalzahlungen von insgesamt 1.350 Euro. Außerdem werde das Azubi-Portemonnaie dicker, und es gebe zum ersten Mal eine generelle Entschädigung für die oft langen Fahrten zu den Baustellen.
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Vor dem Landgericht Hildesheim ist heute das Urteil gegen einen suspendierten Pastor gesprochen worden. Er wurde wegen gewerbsmäßigem Betrug in 44 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt, wobei die Strafe für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt ist. Die Kammer sah es demnach als erweisen an, dass der einst in der Kirchengemeinde Eime tätige Pastor zwischen September 2012 und Dezember 2016 in 44 Fällen fingierte Rechnungen beim Kirchenkreisamt Hildesheim eingereicht hat, um sich das Geld erstatten zu lassen. Er habe so einen Betrag von 44.524,67 Euro erlangt, wovon er laut Urteil noch knapp über 20.000 Euro an die Kirche zurückerstatten muss.
Die Richterin bezeichnete das Urteil als „sehr milde“. Es begründe sich durch viele strafmildernde Punkte wie etwa ein Teilgeständnis des Angeklagten, den Verlust des Pastorenamtes, die Dauer des Verfahrens und eine schwere, chronisch gewordene Krebserkrankung des Angeklagten. Zudem gehe das Gericht davon aus, dass er in Zukunft nicht mehr kriminell wird.
Das Urteil wird rechtskräftig, wenn der Angeklagte nicht binnen einer Woche Rechtsmittel einlegt. In diesem Falle käme das Urteil zur Revision vor den Bundesgerichtshof. Tritt es hingegen in Kraft, wird der suspendierte Pastor entlassen und verliert seine Pensionsansprüche - er bekäme aber eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung.
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Die Stadt Hildesheim bekommt 1,45 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“. Dies seien "gute Nachrichten in schwierigen Zeiten", sagte Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer. Die Innenstadt, die sich ohnehin in einem tiefgreifenden strukturellen Wandel befinde, leide in erheblichem Maße auch unter den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die neue Förderung komme nicht nur dem Einzelhandel, sondern auch dem Tourismus, dem Gastgewerbe, der Kultur und dem Wohnraumangebot zugute.
So sollen Bausteine mit den Namen „Urban Places Reloaded“, „Hildesheimer Mobilitätssommer“ sowie „Wohnen mittendrin" umgesetzt werden, bei denen es u.a. um die Umwandlung eines Stadtquartiers und neue Mobilitätskonzepte geht. Wie das im Detail aussehen soll, werde nun im Rahmen des formalen Zuwendungsverfahren ausgearbeitet und dann den politischen Gremien der Stadt vorgestellt.
Im Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ stehen insgesamt 250 Mio. Euro zur Verfügung, die auf 238 Kommunen verteilt werden.
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Der Streit um das so genannte "Reformationsfenster" für die Marktkirche Hannover ist beigelegt. Vor dem Oberlandesgericht Celle einigten sich beide Seiten nun auf einen Kompromiss. Demnach wird das zwölf Meter hohe Buntglasfenster eingebaut, in direkter Nähe wird aber auch ein Hinweisschild aufgestellt. Dieses werde darauf hinweisen, dass der Architekt Dieter Oesterlen beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg die „großartige Einfachheit“ der spätgotischen Hallenkirche betont habe.
Sein Erbe Georg Bissen hatte vor Gericht versucht, den Einbau des Fensters mit Verweis auf das auf ihn übergegangene Urheberrecht zu verhindern. Zuletzt war aber immer deutlicher geworden, dass das Gericht das Selbstbestimmungsrecht der Kirche in diesem Fall höher gewichten würde.Bissen sagte nach der Einigung, er bleibe bei seiner Meinung, dass das Fenster den Raumeindruck zerstöre. Er sei aber realistisch genug zu sehen, was möglich sei und was nicht - das Schild sei immerhin ein Trostpflaster.
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