Der in Hannover stationierte Rettungshubschrauber Christoph 4 hat im letzten Jahr 1.273 Einsätze absolviert - über 200 weniger als in 2019. Das teilen die Johanniter als Betreiber mit. Der Rückgang falle in die Zeit der ersten Pandemiephase, sagte der ärztliche Leiter Dr. Christian Macke - das entspreche auch dem Geschehen in den Notaufnahmen der Krankenhäuser. Wegen Corona seien die Besatzungen in der ersten Jahreshälfte wöchentlich in festen Dreierteams geflogen, und die ohnehin hohen Hygienestandards seien coronakonform erhöht und angepasst worden.
Christoph 4 ist einer von insgesamt 18 zivilen Rettungshubschraubern in Deutschland und auf dem Dach der Zentralen Notaufnahme der Medizinischen Hochschule Hannover beheimatet. Er fliegt mit bis zu 260 Kilometern pro Stunde Einsätze in Hannover und den umliegenden Landkreisen, darunter auch Hildesheim. 40 Prozent seiner Einsätze waren laut Mitteilung internistischer Art wie Herzinfarkte und Herz-Kreislauf-Probleme. Dazu kamen 40 Prozent chirurgische Notfälle – Auto-, Haus- und Arbeitsunfälle – sowie 20 Prozent sonstiger Fälle.
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Die derzeit geltenden Corona-Maßnahmen für Kitas und Schulen werden bis zum 14. Februar verlängert. Das teilt heute das Kultusministerium in Hannover mit als Reaktion auf die gestrigen Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin. Demnach bleiben drei Viertel aller Schülerinnen und Schüler im Distanzlernen, geteilte Lerngruppen gelten in Grundschulen und Abschlussklassen bei Aufhebung der Präsenzpflicht, und Kita-Gruppen gibt es nur in Notbetreuung in halber Größe.
Kultusminister Grant Hendrik Tonne sagte, diese Schritte seien "abgewogen und verantwortbar in alle Richtungen: als gewichtiger Beitrag zur allgemeinen Kontaktreduktion einerseits, mit Blick auf die Notwendigkeit für ein Mindestmaß an Bildung und Betreuung andererseits". Kinder und Jugendliche hätten bereits seit vielen Wochen alle sozialen Kontakte zurückgefahren. Mit den neuen Beschlüssen würden richtigerweise auch andere gesellschaftliche Bereiche stärker in den Lockdown einbezogen.
Für die Grundschulkinder sagte Tonne, dass sie in vielen Fällen gerade erst Schreiben und Lesen lernen und sich in das neue soziale Umfeld Schule einfügen würden. Das reine Distanzlernen sei deshalb sehr schwierig umzusetzen. Weil die Jüngsten jetzt schon seit Wochen zu Hause seien, sei ein Zurück zu fester Tagesstruktur bei gleichzeitigem Infektionsschutz gut für die Kinder. Daher sei ein zwar deutlich reduzierter, aber dennoch regelmäßiger Schulbesuch unter verschärften Hygienebedingungen nicht nur vertretbar, sondern auch notwendig für die Grundschülerinnen und Grundschüler sowie für die Kinder und Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf im Bereich Geistige Entwicklung. Weil es verständlicherweise aber auch Sorgen und Ängste bei allen Beteiligten gibt, ermögliche das Land, dass in einem einfachen Verfahren für eine begrenzte Zeit vom Schulbesuch zurückgetreten werden kann - dann müsse jedoch zu Hause gelernt werden, und die Notbetreuung stehe in diesen Fällen dann selbstverständlich nicht offen.
Für diejenigen, die vor Abschlussprüfungen stehen, seien regelmäßige Prüfungsvorbereitungen in kleinen, festen Lerngruppen wichtig. Sie hätten ihre gesamte Schullaufbahn auf ihre Abschlüsse hingearbeitet und hätten das Recht auf faire Prüfungen und gleichwertige Abschlüsse. Daher habe das Land Niedersachsen sehr frühzeitig einen Rahmen geschaffen, der es ermögliche, sowohl die Abschlüsse des Sekundarbereiches I wie auch die Hochschulreife zu absolvieren. Das Lernen im Szenario B sei dabei eine wichtige Säule.
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Anhang: Eine vom Land gestellte Kurzübersicht der Maßnahmen
1) Die Schülerinnen und Schüler des Primarbereiches sowie alle Schülerinnen und Schüler der Förderschulen GE einschließlich Tagesbildungszentren werden im Wechselunterricht nach Szenario B in geteilten Klassen unterrichtet. Die Pflicht zum Präsenzbesuch wird aufgehoben und die Möglichkeit auf reinen Distanzunterricht eingeräumt.
2) Alle Abitur- und weiteren Abschlussklassen werden in geteilten Klassen nach Szenario B unterrichtet.
3) Die Sekundarbereiche I und II (SJG 5-8 in der Regel, wenn keine Abschlüsse gemacht werden auch 9 und 10 sowie 11 und 12) verbleiben im Distanzlernen nach Szenario C. Für die berufsbildenden Schulen gilt ebenfalls grundsätzlich Distanzlernen nach Szenario C.
4) Notbetreuung wird angeboten für die Kinder der Schuljahrgänge 1-6 in den Szenarien B und C.
5) Die Kindertageseinrichtungen werden weiterhin in Szenario C betrieben. Die Notbetreuung für in der Regel bis zu 50 Prozent der Normalgruppengrößen wird weiterhin angeboten. Die Höchstgrenzen gelten auch für Großtagespflegestellen. Kindertagespersonen können ihr Regelangebot in sehr kleinen Betreuungsgruppen weiterhin ungeschmälert vorhalten.
Die Kaufpreise für Wohnungen in deutschen Großstädten sind auch in der Corona-Pandemie weiter angestiegen. Das zeigt eine Analyse des Portals www.immowelt.de. Dafür wurden die dortigen Angebote für Wohnungen mit 40 - 120 Quadratmeter Größe in 81 Städten ausgewertet. Für Hildesheim zeigt sie einen Anstieg von 1.610 auf 1.870 Euro pro Quadratmeter, oder um 16%. Dabei ist die Stadt im Vergleich zu anderen weiterhin günstig.
Die teuerste Stadt ist demnach München mit jetzt 8.150 €, gefolgt von Frankfurt (5.980 €), Hamburg (5.270 €), Freiburg (4.980 €), Stuttgart (4.800 €)), Berlin (4.640 €) und Ingolstadt (4.630 €). Besonders günstig sind dagegen Chemnitz (1.110 €), Salzgitter (1.140 €) und Gelsenkirchen (1.170 €).
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Unbekannte Täter sind zwischen Sonntagmittag und Montagmorgen in das Pfarrbüro in der Straße An der Pauluskirche eingebrochen. Offenbar öffneten sie dafür gewaltsam ein Fenster und durchwühlten das Büro dann nach Diebesgut. Sie entkamen mit einer kleinen Summe Bargeld. Mögliche Zeugen der Tat werden gebeten, sich unter Telefon 0 51 21 - 939 115 bei der Polizei Hildesheim zu melden.
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Bei einem Küchenbrand in Algermissen ist gestern eine 37 Jahre alte Frau schwer verletzt worden. Wie die Polizei meldet, brach das Feuer gegen 11:30 Uhr in der Küchenzeile ihrer Obergeschoss-Wohnung in der John F. Kennedy-Straße aus. Sie erlitt dadurch Verbrennungen und eine schwere Rauchgas-Vergiftung und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Freiwilligen Feuerwehren Algermissen, Wätzum und Bledeln bekämpften das Feuer, in der Wohnung entstand ein Schaden im mittleren fünfstelligen Bereich.
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Das Roemer- und Pelizaeusmuseum bietet in den Osterferien drei Workshops für Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren an. Wie das Haus mitteilt, finden diese ab dem 24. März jeweils zweimal statt. Die...
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Die Kreisstraße 407 zwischen Brunkensen und Brünighausen ist ab heute bis voraussichtlich dem 10. April gesperrt. Wie die Stadt Alfeld mitteilt, finden dort in dieser Zeit Baumaßnahmen für die neue...
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Am Sonntag wird in der Andreaskirche der Hildesheimer Friedenstag begangen. Damit wird der Zerstörung der Stadt am 22. März 1945 gedacht. Die Veranstaltung beginnt um 13:10 Uhr, der Uhrzeit des...
In der Soltaustraße auf der Marienburger Höhe ist es auf Höhe der Einmündung Rostocker Straße zu einer Absackung der Fahrbahn gekommen. Laut Angaben der Stadtentwässerung Hildesheim (SeHi) habe eine...