Psychologen der Universität Osnabrück wollen untersuchen, welche Auswirkungen es hat, wenn Menschen für die Rechte anderer demonstrieren. Wenn etwa Männer für die Rechte von Frauen oder Deutsche für die Rechte von Flüchtlingen eintreten, könne das besonders erfolgreich oder eben gerade kontraproduktiv sein, erläuterte Professorin Julia Becker. Ebenso könne das Engagement von den Betroffenen selbst positiv oder negativ bewertet werden.
Zu Protesten aus Solidarität existierten in der Wissenschaft bisher keine verlässlichen Daten. Becker und ihr Team wollen die Rolle dieser solidarischen Unterstützer aus der Sicht von außenstehenden Beobachtern analysieren. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben mit 136.000 Euro.
pa
Das Theater für Niedersachsen (TfN) sucht für die nächste Musiktheaterproduktion „Doktor Faust“ schnellstmöglich junge, männliche Statisten mit einer sportlichen Figur. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, finden die Proben in der Regel in der Zeit von 10 bis 14 Uhr oder von 18 bis 22 Uhr im Großen Haus Hildesheim statt. Für die Proben und Vorstellungen gibt es eine Aufwandsentschädigung. Interessierte können sich bei der Leiterin der Statisterie, Mareike Zils, unter
kk
Der niedersächsische Flüchtlingsrat mit Sitz in Hildesheim hat die Flüchtlingspolitik der rot-grünen Landesregierung scharf kritisiert. Diese habe sich von der einst so hoch gepriesenen Willkommenskultur verabschiedet, so Geschäftsführer Kai Weber gegenüber der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Die öffentliche Debatte drehe sich vor allem um die Beendigung von Aufenthalten und nicht um die Frage, wie man Flüchtlingen die neue Situation hier erleichtern könne, kritisiert Weber.
Innenminister Boris Pistorius (SPD) hielt er vor, sich nicht mehr an die von ihm selbst aufgestellten Prinzipien zu halten. Die Gefahr sei groß, dass die Landesregierung die Flüchtlinge im innenpolitischen Kampf gegen Rechtspopulisten instrumentalisiere, so die Befürchtung Webers. Er fordert weiterhin ein Bleiberecht für langjährig geduldete Asylbewerber.
bjl
Das Mietpreisniveau der Stadt Hildesheim ist im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent angestiegen. Dies geht aus einer Mitteilung des Gutachterausschuss für Grundstückswerte Hameln-Hannover hervor. Auch in den Städten Sarstedt und Elze ist ein Anstieg um zwei Prozent verzeichnet worden. In der Stadt Alfeld ging das Mietpreisniveau hingegen um rund 11 Prozent zurück.
In den übrigen Regionen blieb das Mietpreisniveau relativ konstant. Die Durchschnittsmieten pro Quadratmeter Wohnfläche schwanken dabei zwischen drei Euro in weniger guten Lagen und neun Euro in guten Wohnlagen.
kk
Niedersachsen hat erheblichen Nachholbedarf in Sachen Transparenz. Das erklärten die Vereine "Mehr Demokratie" und "Open Knowledge Foundation" bei der Vorstellung ihres ersten bundesweiten Transparenz-Rankings letzte Woche in Berlin.
Ebenso wie Hessen, Bayern und Sachsen, habe auch Niedersachsen kein Informationsfreiheits- oder gar ein Transparenzgesetz, heißt es. Die vier Bundesländer bilden bei dem Ranking daher mit Null Punkten das Schlusslicht. Vorreiter in Sachen Transparenz sei Hamburg. Das Land erreichte 69 von 100 möglichen Punkten. Danach folgen Schleswig-Holstein, Bremen und Berlin, die ihren Bürgern ebenfalls weitgehende Informationsrechte einräumten und nur wenige Ausnahmen zuließen.
Der Bundesvorstandssprecher von "Mehr Demokratie", Ralf-Uwe Beck betonte, zur Stärkung der Demokratie sei ein möglichst umfassender Zugang zu Behörden-Informationen oder Daten nötig.
bjl