Ein 22 Jahre alter Ladendieb hat sich gestern gegen seine Vernehmung durch die Polizei gewehrt und dabei zwei BeamtInnen leicht verletzt. Laut Meldung war er in Begleitung eines Ladendetektivs vor einem Kaufhaus angetroffen worden, wo er Kosmetikartikel mitgenommen hatte. Beim Versuch, seine Personalien aufzunehmen, leistete er erheblichen Widerstand und beleidigte die Beamten.
In Folge sollte er mit auf die Wache genommen werden, um seine Identität festzustellen. Ihm wurden schließlich Handschellen angelegt. Auf der Fahrt zur Schützenwiese beleidigte der Mann fortlaufend die Beamten, zog seinen Mund-Nasen-Schutz mehrfach herunter und versuchte, einen Polizisten zu bespucken. In der Dienststelle schlug er dann einer Beamtin gegen das Handgelenk und trat einem anderen Beamten gegen das Schienbein. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutprobe entnommen. Im weiteren Verlauf klagte der Mann über gesundheitliche Probleme, weswegen eine Rettungswagenbesatzung angefordert wurde, die ihn ohne Ergebnis untersuchte. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde er wieder entlassen.
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Die Diskussion darüber, auf welcher Grundlage künftig Corona-Beschränkungen erlassen werden sollen, geht weiter. Heute sagte Stefan Kluge vom Vorstand der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin in einem Interview mit dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland", man brauche eine flexible Berechnungsgrundlage ohne abstrakte Formel. Er plädiere für eine neue Bewertung der Gefahrenlage über die Sieben-Tage-Inzidenz hinaus, weil bei einer vierten Corona-Welle mit deutlich weniger Patienten für die Intensivstationen zu rechnen sei.
Ähnlich äußerte sich die Leiterin der Klinischen Epidemiologie am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Berit Lange. Sie äußerte Verständnis dafür, dass man sich ein möglichst einfaches Werkzeug wünsche. Aus epidemiologischer Sicht sei es aber wenig sinnvoll, Grenzwerte für Inzidenzen festzuschreiben, weil diese immer wieder neu angepasst werden müssten. Für eine aktuelle Lageeinschätzung sollten verschiedene Indikatoren berücksichtigt werden: Neben der Inzidenz auch der R-Wert, die Intensivbettenbelegung sowie den Anteil der Geimpften unter den Neuinfizierten.
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Das Land Niedersachsen hat jetzt den neuen bundesweit einheitlichen Antragsassistenten „BAföG digital“ eingeführt. Wie das Wissenschaftsministerium mitteilt, löst dieser das vorhergehende niedersächsische Online-Antrags-Verfahren ab. Dieser Umstellung war eine mehrmonatige Pilotphase in mehreren Bundesländern vorausgegangen.
Die Staatssekretärin Dr. Sabine Johannsen sagte, „BAföG Digital“ sei ein Meilenstein für eine moderne digitale Verwaltung und berücksichtige auch Nutzerwünsche. Sie gehe deshalb davon aus, dass die Zahl der über das Internet gestellten Anträge deutlich steigen werde. Der Antragsprozess sei nun deutlich einfacher und intuitiver, und die erforderlichen Nachweise könnten hochgeladen werden.
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Die HAWK ist Teil eines neuen Forschungsverbunds, der die Wirksamkeit von Luftfilteranlagen gegen Erreger wie das Covid-19-Virus erforschen soll. Dieser "Innovationsverbund" mit der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und dem Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) werde vom Wissenschaftsministerium mit 700.000 Euro gefördert, heißt es in einer Mitteilung.
Das Betreiben einer Luftfilteranlage, zum Beispiel in einem voll besetzten Klassenraum, könne allein nicht unbedingt Infektionen verhindern. Unterschiedliche Filterkombinationen, zusätzliche Ventilatoren, Frischluftzufuhr und die Wartung der Anlagen könnten deren Wirkung beeinflussen. Im Verbund zur Prävention aerogener Infektionen ("PraeInfekt") sollen nun über eineinhalb Jahre konkrete Empfehlungen für Raumluftkonzepte erarbeitet werden.
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Beim Bistum Hildesheim wird derzeit an einer Überarbeitung des Partnervertrags gearbeitet, den man gemeinsam mit dem Bistum Trier mit 18 Diözesen in Bolivien hat. Zuletzt hätten über 50 Verantwortliche und Engagierte dieser Partnerschaft drei Tage lang digital über zukünftige Projekte beraten.
So sollen künftig noch mehr junge Menschen beteiligt werden als bisher, etwa über den bereits bestehenden Freiwilligendienst. Ein zweiter Schwerpunkt seien Fragen der Bewahrung der Schöpfung, der Klimagerechtigkeit und der Überwindung von Ungleichheit und Armut. Es gebe etwa die Idee, eine von allen drei Partnern getragene Umweltkommission einzurichten.
Der Vorsitzende der Bolivianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ricardo Centellas, bezeichnete die Partnerschaft als besonderen Hoffnungsschimmer und als “Schule der Solidarität”. Sie bereichere die christliche Verpflichtung, sich für eine bessere Welt einzubringen.
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