Bereits am letzten Montag haben zwei Frauen einer abergläubischen älteren Dame Geld und Schmuck abgenommen. Wie die Polizei Hildesheim meldet, sprach eine der Frauen in der Bernwardstraße das Opfer an und begann ein Gespräch. Als die Seniorin sagte, dass ein Verwandter einen Führerschein habe, berichtete die Betrügerin von einem Unfall, bei dem er bald sterben würde - und sie könne dies verhindern.
Die Seniorin eilte daraufhin nach Hause, um gemäß Anweisung Geld und Schmuck in einen Lappen einzuwickeln, und brachte dieses Päckchen dann zu der in der Innenstadt wartenden Frau. Diese nahm es an sich, woraufhin die ältere Dame von einer zweiten Frau kurz abgelenkt wurde. Dann erhielt sie das Päckchen zurück mit der Anweisung, es erst nach drei Tagen wieder zu öffnen. Als sie das dann tat, stellte sie fest dass es nun leer war.
Beide Frauen wurden als von osteuropäischem Äußeren mit braun gebranntem Teint beschrieben. Die Haupttäterin war 40 bis 50 Jahre alt, bis zu 1,60 Meter groß und hatte blonde Haare mit einem Dutt. Sie trug eine weiß gestreifte Hose und ein kariertes Oberteil. Die andere Frau war 30 bis 40 Jahre alt, bis 1,50 Meter groß, kräftig und hatte schulterlange hellrote Haare.
Wer in der Sache Hinweise geben kann, wird gebeten sich bei der Polizei Hildesheim unter der Telefonnummer 0 51 21 - 939 115 zu melden.
fx
Wegen eines Stellwerksausfalls nach einem Blitzeinschlag kann die NordWestBahn auf der Strecke Hildesheim - Bünde derzeit nur bis Hessisch Oldendorf fahren. Wie das Unternehmen mitteilt, wird von dort bis Löhne bzw. Bünde ein Busersatzverkehr eingerichtet. Die Abfahrts- und Ankunftszeiten in Hildesheim ändern sich dadurch nicht. Die Störung wird vermutlich bis nächsten Freitag andauern.
Alle Änderungen sind im Ersatzfahrplan auf www.nordwestbahn.de sowie etwa auf www.bahn.de oder www.fahrplaner.de einsehbar. Sollte der gesperrte Streckenabschnitt schon vor dem 16. Juli wieder befahrbar sein, will das Unternehmen gesondert darüber informieren.
fx
Nach neuerlichen Zusagen der Landesregierung hoffen die Schulleitungen in Niedersachsen nun auf einen schnellen Einbau neuer Lüftungsanlagen, um Corona-Übertragungen zu minimieren. Solche Anlagen würden für einen möglichst sicheren Präsenzunterricht nach den Sommerferien gebraucht, sagte die Vorsitzende des niedersächsischen Schulleitungsverband, Andrea Kunkel.
Wichtig sei nun ein realistischer Zeitplan - sie sei skeptisch, dass solche Einbauten schon zum Schulstart am 2. September gelingen könnten. Dies sei auch eine große Herausforderung für die Schulträger - ob etwa Fensterventilatoren oder Luftfilter besser geeignet seien, müsse jeweils vor Ort entschieden werden.
Die Landesregierung in Hannover hatte den Schulträgern zuletzt 20 Millionen Euro für den Einbau von Luftfilteranlagen in die Räume der ersten bis sechsten Klassen in Aussicht gestellt. Der Schwerpunkt liegt auf diesen Klassen, weil die jüngeren Kinder kaum gegen Corona geimpft seien. Die kommunalen Spitzenverbände bezeichneten die Zusage als zu niedrig und forderten 50 Millionen Euro sowie mehr Zeit für die Umrüstung der Klassenräume.
fx
Die Oskar-Schindler-Gesamtschule und die BBS Herman-Nohl-Schule setzen ihre seit rund sechs Jahren bestehende Zusammenarbeit fort. Das haben beide Schulen nach einer Evaluation in einem aktualisierten Vertrag festgeschrieben.
Die Kooperation begann 2014, als die ohne gymnasiale Oberstufe gegründete IGS einen Partner suchte, der ihre AbsolventInnen aufnehmen würde. Die Herman-Nohl-Schule erklärte sich dazu bereit. Diese Platz-Garantie stellt heute nur einen von neun Bereichen dar, in denen die Schulen zusammenarbeiten – zu den anderen Bereichen gehören z.B. das Sprachenkonzept oder Angebote für Wahlpflichtkurse oder AGs.
fx
Heute hisst die Stadt Hildesheim auf dem Rathaus die Flagge des weltweiten Bündnisses „Mayors for Peace“. Mit der Aktion demonstriert das Bündnis jedes Jahr für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen, heißt es in einer Mitteilung.
Dieses Jahr begehe man an diesem Flaggentag in Deutschland ein Doppeljubiläum: Vor 25 Jahren habe der Internationale Gerichtshof in Den Haag in einem Rechtsgutachten festgestellt, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoße. Zudem habe der Gerichtshof festgestellt, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“
Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer sagte, man wolle wieder ein sichtbares Zeichen gegen nukleare Massenvernichtungswaffen setzen, und forderte die Abschaffung von Atomwaffen und den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag. Auf dem Weg dorthin sollte Deutschland als Beobachter an der ersten Vertragsstaatenkonferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag Anfang 2022 teilnehmen.
Deutschlandweit beteiligen sich rund 400 Kommunen an der Aktion. Die Mayors for Peace wurden 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet - die Stadt war am 6. August 1945 das erste Ziel eines Atomwaffenabwurfs im Krieg.
fx
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