Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer hat in der aktuellen Debatte zur Zukunft des Sozialstaats zur Sachlichkeit aufgerufen. Eine aufgeheizte und gereizte Diskussion wie zuletzt beim Thema Rente könne Ängste schüren und unerfüllbare Erwartungen wecken, sagte er bei der Vorstellung eines Positionspapiers der Deutschen Bischofskonferenz letzte Woche.
Darin warnen die katholischen Bischöfe unter dem Titel "Zusammenhalt durch Reformen sichern" vor Gefahren für die Demokratie. Tiefgreifende Änderungen am Sozialstaat seien unausweichlich, und dies gelte für alle Zweige der sozialen Sicherung. Insbesondere Belange armer Menschen müssten gerecht berücksichtigt werden, mit der Grundausrichtung "Mehr Zielgenauigkeit, weniger Gießkanne", so der Augsburger Weihbischof Anton Losinger. Er ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe, die das Positionspapier für die Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen erarbeitet hat.
Wilmer warnte als Vorsitzender dieser Kommission vor spalterischen und negativ aufgeladenen Debatten. Nur wenn unnötige Ängste vermieden und Kompromisslinien gefunden würden, könne angesichts großer Herausforderungen Zuversicht entstehen und das demokratische Gemeinwesen keinen Schaden nehmen. Sorgen um die Zukunft würden von Gruppierungen und Parteien an den Rändern des politischen Spektrums ausgenutzt.
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Unbekannte haben drei Steinskulpturen vor der Kirche Zum Heiligen Kreuz in der Hildesheimer Kreuzstraße beschädigt. Wie die Polizei mitteilt, wird wegen Sachbeschädigung ermittelt. Dabei könne aber die Tatzeit nicht genau genannt werden - die Schäden an den Gesichtern der Figuren fielen einem Gottesdienstbesucher am Sonntag, dem 7. Dezember, auf. Die Höhe des Schadens wird auf einen mittleren vierstelligen Betrag geschätzt. Hinweise in der Sache nimmt die Polizei unter Telefon 0 51 21 - 939 115 entgegen.
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Die Polizei hat letzte Woche drei Tage lang an der Grundschule Alter Markt den Verkehr kontrolliert. Dabei ging es jeweils morgens zwischen 7:30 und 8:15 Uhr um die Situation durch die sogenannten Elterntaxis: Zeitweise sei im Zeitraum der Kontrollen durch den großen Andrang der Verkehr in den Straßen um die Grundschule komplett zum Erliegen gekommen, so der Bericht.
Es wurden vor allem verkehrserzieherische Gespräche geführt, um auf die bestehenden Gefahren aufmerksam zu machen, aber auch insgesamt 36 Verfahren wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten eingeleitet sowie zwei Strafverfahren wegen fehlender Pflichtversicherung. Einige Verkehrsteilnehmer haben laut Bericht "teilweise lautstark ihren Unmut" über die Kontrollen geäußert, von den Anwohnern dagegen habe es viel Lob gegeben - ihnen zufolge werden am Alten Markt Hofeinfahrten und Garagenzufahrten regelmäßig zugeparkt.
Im Verwaltungsausschuss der Stadt wird heute über einen Antrag entschieden, nach dem die Stadt prüfen soll, ob vor Ort eine sogenannten Schulstraße eingeführt werden kann. Dies würde bedeuten, dass der Bereich zu bestimmten Zeiten wie etwa Schulbeginn und -ende für den normalen Verkehr gesperrt wird und für Eltern bestimmte Halteplätze zum Abliefern und Abholen ihrer Kinder eingerichtet werden.
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Nina Göldner wird ab Januar neue Intendantin des Literaturhauses St. Jakobi. Die 41-Jährige tritt damit die Nachfolge der im September ausgeschiedenen Sarah Patzak an und löst Maren Pfeiffer als Interims-Intendantin ab - Pfeiffer bleibe dort aber Projekt-Managerin.
Göldner kennt das Haus bereits u.a. durch die von ihr konzipierte Lesereihe "Irgendwie 248 Sachen", in der sie auch eigene Texte dort vorgetragen hat, und unterstützt das Team der Literaturkirche seit drei Jahren ehrenamtlich bei der Organisation des Co-Writing-Space und hinter dem Tresen. Die gebürtige Allgäuerin hat zunächst Medienwirtschaft studiert und anschließend als Projektmanagerin in der Filmbranche gearbeitet. Danach war sie im Fundraising für international tätige Hilfsorganisationen, und begann schließlich ein zweites Studium an der Universität Hildesheim im Bachelorstudiengang Literarisches Schreiben. Derzeit beendet sie ihr daran angeschlossenes Masterstudium.
Im Literaturhaus will sie bestehende Reihen wie Osternacht und Rastplatz fortsetzen, und es noch stärker zu einem Ort machen, an dem sich Menschen begegnen und über Literatur ins Gespräch kommen - auch mit Angeboten gezielt für Kinder und Jugendliche. Für die laufende Spielzeit „Wachen“, deren zweite Hälfte im März beginnt, steht das Programm bereits, und für den dritten Teil der Spielzeit-Trias „Schlafen – Wachen – Träumen“ im kommenden Herbst wird dann Göldner das Programm gestalten.
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Die Kreisverwaltung bleibt vom 24. Dezember bis einschließlich dem 2. Januar geschlossen. Das teilt der Landkreis mit. Wer dort also noch eine dringende Angelegenheit zu erledigen habe, sollte dies schnellstmöglich auf den Weg bringen.
In akuten Notfällen, insbesondere bei Kindeswohlgefährdung, wird gebeten, sich in der Schließzeit an die Polizei oder Rettungsleitstelle zu wenden, die im Bedarfsfall mit den entsprechenden Bereitschaftsdiensten des Landkreises Kontakt aufnimmt. Für Jägerinnen und Jäger gilt, dass solange auch keine Trichinen-proben angenommen werden.
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