Ein neu gegründeter Verein mit dem Namen "Friedensglocke St. Andreas" will über Spenden eine neue Glocke für St. Andreas einwerben. Die Kosten dafür werden auf 850.000 Euro geschätzt, sagte der frühere Superintendent und Pastor an St. Andreas, Helmut Aßmann, der dem Verein angehört. Dafür solle die größte Glocke in Niedersachsen entstehen, die dann im höchsten Kirchturm des Landes hängt. Sie solle der Arbeit am Frieden einen für alle vernehmlichen Ton geben, so Aßmann. St. Andreas habe schon früher eine ähnlich große Glocke namens "Gloriosa" mit einem Gewicht von elf Tonnen gehabt. Sie sei im 2. Weltkrieg eingeschmolzen worden, um Waffen herzustellen.
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Ein 14 Jahre alter Jugendlicher hat sich in der letzten Nacht eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Laut Bericht fiel einer Streife gegen 3:45 Uhr am Römerring ein defektes Licht an einem Mercedes auf, in dem zwei junge Männer saßen und dessen Front vorne links eingedrückt war. Als die Beamten dem Wagen anhalten wollten, raste dieser davon, wobei er am Cheruskerring auf die Gegenfahrbahn und dann über die Münchewiese nordwärts fuhr - und dabei Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h erreichte.
Die Flucht ging dann mit zahlreichen gefährlichen Momenten wie etwa dem Ignorieren einer roten Ampel über den Lerchenkamp weiter, wobei der Fahrer auch das Licht ausschaltete. Im Folgenden kollidierte der Mercedes u.a. mit einer Verkehrsinsel, bog schließlich nach rechts in die Sackgasse Güldenfeld ab, fuhr an ihrem Ende auf einen Acker und blieb dort nach etwa 200 Metern liegen.
Die beiden Insassen versuchten noch zu Fuß zu fliehen, wurden aber gestellt - wie der Fahrer entpuppte sich auch der Mitfahrer als 14 Jahre alt. Beide wurden zur Wache gebracht und später in die Obhut von Erziehungsberechtigten übergeben. Der Wagen gehört dem Vater des einen Jungen, und der Schaden an der Front war offenbar bei einem weiteren Unfall vor der Verfolgungsfahrt entstanden.
Die Polizei hat Ermittlungsverfahren, u. a. wegen unbefugter Ingebrauchnahme eines Fahrzeuges, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verkehrsunfallflucht und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet, und sucht unter Telefon 0 51 21 - 939 115 mögliche Zeugen der Fahrt - insbesondere solche, die dabei gefährdet wurden.
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Das Bistum Hildesheim lädt am 13. November zu einem digitalen Studientag per Zoom ein. Die Veranstaltung mit dem Titel „Ob du es glaubst oder nicht. Das Konzil von Nicäa - Ein Aufbruch für die Ökumene“ richtet sich an alle ökumenisch Interessierten und Engagierten, heißt es in der Ankündigung. Der Titel erinnere an das im Jahr 325 erstmals einberufene ökumenische Konzil, bei dem Bischöfe aus der gesamten damals bekannten Welt Beschlüsse verfassten, die noch heute wichtige Ankerpunkte der christlichen Theologie bilden.
Als Gastrednerin werde am 13.11. Prof. Dr. Jennifer Wasmuth von der Universität Göttingen über das Konzil von Nicäa und die dort formulierten Glaubensgrundsätze sprechen, und im Anschluss könnten sich die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops austauschen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Bistums.
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Im Fall der zwei Brandanschläge in Peine im März und Mai letzten Jahres hat das Landgericht Hildesheim nun das Urteil gesprochen. Wie die Hildesheimer Allgemeine Zeitung berichtet, wurden die insgesamt sechs Angeklagten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. So muss ein 52-Jähriger wegen besonders schwerer Brandstiftung, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung für siebeneinhalb Jahre in Haft, ein 35-Jähriger Mittäter fünfeinhalb Jahre, und ein 37 Jahre alter Bauunternehmer als Anstifter der Taten für sieben Jahre.
Hintergrund der Taten war, dass der Unternehmer auf einem Grundstück einen Neubau plante, diesen aber wegen einer dort zur Miete lebenden Familie nicht umsetzen konnte. Um sie loszuwerden, rekrutierte er Mitglieder einer Rockergang, um Brandsätze in das Haus zu werfen. Im März 2024 wurde so nur die Fassade des Hauses beschädigt, im Mai aber landeten zwei Molotowcocktails im Erdgeschoss, wodurch die Hausbewohner eine Rauchgasvergiftung erlitten.
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Die Hildesheimer Polizei wird ihr vor einem Jahr begonnenes Sicherheitskonzept mit mehr Präsenz und Kontrollen am Hauptbahnhof sowie dem Marienfriedhof und der Ohlendorfer Brücke fortsetzen. Wie Polizeichef Michael Weiner nun mitteilte, habe diese Maßnahme in den letzten 12 Monaten zwar Wirkung gezeigt, man stelle dort aber nach wie vor "Straftaten auf einem erhöhten Niveau" fest. Deshalb werde das Sicherheitskonzept nun um zunächst ein Jahr verlängert.
Bis Ende September seien "verdachtsunabhängig" - also spontan - über 960 mal Personalien festgestellt worden, und es habe über 280 Durchsuchungen gegeben, bei denen in 17 Fällen Gegenstände wie z.B. Messer sichergestellt wurden. Hinzu kämen als polizeiliche Maßnahmen bei Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten weitere 145 Identitätsfeststellungen, 112 Durchsuchungen und 82 Sicherstellungen. Gegen sieben Menschen seien längerfristige Aufenthaltsverbote verhängt worden, und derzeit sei es vier Personen untersagt, sich für sechs Monate in den genannten Bereichen aufzuhalten.
Die Polizei werde weiter auf konsequente Umsetzung von Maßnahmen im Dreiklang von Prävention, Repression und frühzeitiger Intervention setzen, so Weiner abschließend.
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