Mehrere hundert Menschen mit Behinderungen aus Einrichtungen der katholischen Caritas haben Ende der Woche in ganz Niedersachsen gegen das geplante Bundesteilhabegesetz protestiert. Sie ließen insgesamt rund 10.000 rote Luftballons in die Luft steigen, teilte die Caritas in Hildesheim und Osnabrück mit. Auch viele Angehörige und Betreuer hätten sich an den Protesten beteiligt.
Das Gesetz, das derzeit im Bundestag beraten wird, soll die Behindertenrechtskonvention der UN im Alltag umsetzen. Es bringt nach Ansicht seiner Kritiker zwar an einigen Stellen Verbesserungen, in vielen Bereichen aber auch deutliche Verschlechterungen. Wenn etwa nur noch Personen Eingliederungshilfe bekämen, die in mindestens fünf von neun Lebensbereichen Unterstützung benötigten, würden viele Betroffene durchs Raster fallen - etwa chronisch psychisch Erkrankte oder Suchtkranke. Auch könnte das Gesetz in der derzeitigen Form dazu führen, dass Menschen mit Behinderungen in eine bestimmte Wohnform gezwungen werden, um sich dann etwa eine Assistenz zu teilen.
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Eine Oberschülerin aus dem Raum Osnabrück darf auch nach einem gegenteiligen Gerichtsurteil vorerst weiter mit dem Vollschleier Niqab am Unterricht teilnehmen. Wie die Landesschulbehörde mitteilt, wolle man durch Gespräche versuchen, die Zehntklässlerin zum Verzicht auf den Schleier zu überzeugen. Laut der Behörde war dieses Vorgehen bereits in drei anderen, ähnlichen Fällen erfolgreich.
Nach einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" kommt die junge Frau seit drei Jahren vollverschleiert zur Schule. Dies wurde aber erst Ende August der Landesschulbehörde gemeldet, nachdem das Verwaltungsgericht Osnabrück in einem anderen Fall einer Abendgymnasiastin das Tragen des Niqab im Unterricht untersagt hatte. Das Urteil wurde damit begründet, dass mit einem Niqab im Klassenraum keine offene Kommunikation mehr gewährleistet sei.
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In Hildesheim hat an diesem Wochenende der bundesweite "Monat der Weltmission" der katholischen Kirche begonnen. Der philippinische Kardinal Luis Antonio Tagle aus Manila erinnerte in seiner Predigt im Mariendom an die großen Probleme des Landes, wie die Ausbeutung schwacher und armer Menschen - die Philippinen sind dieses Jahr Partnerland der globalen Solidaritätskampagne.
Gewalt reiße im Land ganze Familien und Gemeinschaften auseinander, sagte Tagle. Zudem verließen Tausende Menschen die Philippinen, um in anderen Teilen der Welt Arbeit zu finden, und der Staat leide unter Auswirkungen immer größerer Naturkatastrophen.
Der "Monat der Weltmission" dauert bis zum 23. Oktober, dem so genannten "Sonntag der Weltmission". Dann wird in den Gottesdiensten der katholischen Kirche in fast allen Ländern eine Kollekte gesammelt, deren Erlös die Arbeit der rund 1.100 ärmsten Diözesen in Afrika Asien und Ozeanien unterstützt. Im vergangenen Jahr erbrachte die Aktion weltweit etwa 87 Millionen Euro.
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Für 700 Menschen beginnt diese Woche ihr Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim. Sie werden am morgigen Dienstag bei einer Feier von Hochschul-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel und Bürgermeister Ekkehard Palandt begrüßt. Zuvor können alle Interessierten auch an einer ökumenischen Erstsemesterandacht teilnehmen. Um 10:15 Uhr beginnt dann ein "Markt der Möglichkeiten", bei dem sich die Studierenden über die zahlreichen Angebote im und rund um das Studium informieren können.
Wie die Hochschule mitteilt, starten an ihren drei Standorten Hildesheim, Holzminden und Göttingen 1.700 Menschen das Studium. Der Anteil der internationalen Bewerber sei dabei deutlich angestiegen. Die HAWK habe nun insgesamt 6070 Studierende, 3120 von ihnen in Hildesheim. Die Studiengänge seien annähernd ausgelastet, besonders nachgefragt sei nach wie vor der Hildesheimer Bachelor-Studiengang "Soziale Arbeit".
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Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies hat sich gegen eine Einführung der so genannten "Blauen Plakette" gewandt. Er sagte im Vorfeld der Verkehrsministerkonferenz in Stuttgart am kommenden Donnerstag und Freitag, sie würde Millionen deutscher Autofahrer und Handwerker bestrafen, indem sie nicht mehr in die Innenstädte fahren dürften. Die Verbraucher seien jahrelang ermuntert worden, CO2-arme Dieselfahrzeuge zu kaufen, und nun werde diese Motorenart wegen seiner Stickoxid-Werte verteufelt.
Statt wieder eine neue Plakette zu favorisieren, sollten lieber Themen wie die Elektromobilität oder ein besserer Verkehrsfluss in den Städten stärker gefördert werden. Niedersachsen sei dabei Vorreiter, so Lies. Der Dieselmotor sei vergleichsweise klimafreundlich, eventuelle Defizite im Bereich der Stickoxid-Emissionen ließen sich beheben. Bestimmte Technologien abzuwerten wäre fatal für den Automobilstandort Deutschland.
Die Blaue Plakette würde Fahrzeuge aus den Innenstädten verbannen, die nicht die neue Euro 6-Norm für Stickoxide erfüllen. Sie liegt gegenüber dem vorigen Wert von 180 Milligramm jetzt bei 80 Milligramm pro Kilometer und wird von geschätzt mehr als 13 Millionen Fahrzeugen nicht erfüllt.
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