Der zunehmende Protest gegen Corona-Verordnungen ist nach Ansicht von Bischof Heiner Wilmer ein Ausdruck von Furcht. Er sagte in einem Interview, was diese Menschen zutiefst verbinde, sei kaschierte Angst, die sie nicht wahrhaben wollen. Diese Angst verbarrikadiere sich hinter Wutanfällen, während die Protestierenden sich entschlossen und kämpferisch gäben. Er sei sich sicher: Wenn die Protestierenden sich ihren innersten Ängsten öffneten, würden sie zerbrechen, so Wilmer.
Man müsse aber dennoch den Dialog suchen, sagte der Bischof weiter. Das könne allerdings nicht mit der Masse und nicht nur auf der Ebene sachlicher Argumente geschehen. Die Demonstrationen würden ja vor allem von aufgeheizten Emotionen und Verschwörungstheorien getrieben - unter solchen Umständen könne Vernunft nicht viel bewirken.
Zwingend dafür notwendig sei eine neue und echte Streitkultur, unterstrich Wilmer. Eine gute Streitkultur bestehe darin, dass man nicht immer einer Meinung sein müsse, aber als Menschen dennoch zusammenstehe. Nur so sei sozialer Frieden möglich. In den vergangenen Jahrzehnten hätten die Menschen den Fehler begangen, kapitalistischen Strukturen zu sehr das Wort zu reden. Diese Fixierung auf das Ökonomische allein halte aber die Gesellschaft, Europa und die Welt nicht zusammen.
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Die Pflegekammer Niedersachsen soll so schnell wie möglich abgewickelt werden. Das sagte Sozialministerin Carola Reimann vor einem Landtagsgremium. Sie könne allerdings noch keinen konkreten Zeitplan benennen. Insgesamt werde das Land bis zur endgültigen Abwicklung rund 13 Millionen Euro für die Kammer aufgewendet haben - darin seien auch etwas mehr als vier Millionen Euro für die Rückzahlung bereits überwiesener Kammerbeiträge an die Pflegekräfte enthalten.
Eine Umfrage zum Fortbestand der Kammer unter den insgesamt rund 78.000 Pflegekammer-Mitgliedern hatte vor kurzem ergeben, dass es eine große Mehrheit für das Ende der Kammer gab. Dabei stimmten allerdings nur 15.000 Stimmberechtigte ab. Reimann sagte dazu, die Nicht-Teilnahme sei auch eine Aussage, dass den Betroffenen die Kammer nicht wichtig war.
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Eine Impfung gegen die Grippe ist in der derzeitigen Zeit der Corona-Pandemie noch wichtiger als sonst. Das sagt die Landesgeschäftsführerin der Barmer Krankenkasse, Heike Sander. Vor allem Risikogruppen und Schwangere sollten sich zeitnah gegen Influenza impfen lassen. Auch für alle anderen, die häufig anderen Menschen begegneten, sei die Impfung sinnvoll. Sie schütze zwar nicht vor einer Coronainfektion, könne aber dazu beitragen, dass die Grippewelle gemäßigter verläuft und sich nicht zu stark mit der Corona-Pandemie überschneidet. Auch werde das Risiko für eine Doppelinfektion mit Grippe und Covid-19 verringert.
Die Grippesaison beginnt in der Regel Anfang Oktober und endet Mitte Mai. Nach der Impfung dauert es Sander zufolge bis zu 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Die Kosten der Impfung übernehmen die Krankenkassen.
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Die Polizei ermittelt nach einer Schlägerei gestern am späten Vormittag an der Steingrube. Laut Bericht soll nach derzeitigem Stand eine Gruppe gegen 11:30 Uhr im Park gewesen sein, als ein 41-jähriger Hildesheimer dazustieß. Nach einem kurzen Wortwechsel soll er sich wütend entfernt haben, nur um kurz darauf zurückzukehren und nach weiterem Streit unvermittelt mindestens drei Personen aus der Gruppe anzugreifen und zu schlagen. Ein 55-jähriger sei dabei zu Boden gegangen und wurde dann durch Tritte gegen Kopf und Körper traktiert - er wurde später in einem Krankenhaus ambulant behandelt.
Der mutmaßliche Täter verließ nach der Auseinandersetzung den Tatort. Während der Aufnahme des Sachverhalts durch die Polizei erschien er jedoch erneut und stand deutlich unter Alkoholeinfluss. Er wurde festgenommen und zur Wache gebracht, inzwischen jedoch wieder entlassen.
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Die Stadtbibliothek Hildesheim intensiviert ihre Zusammenarbeit mit dem Scharnhorstgymnasium. Dazu sei nun eine entsprechende Kooperationsvereinbarung von Bibliotheksleiterin Barbara Lippertz und Schulleiter Marcus Krettek unterzeichnet worden, teilt die Stadt mit. In Zukunft soll vor allem die weitere Förderung der Lesefreude und -motivation im Fokus der Zusammenarbeit stehen.
So werden etwa alle fünften und sechsten Klassen an einer Tablet-Führung in der Stadtbibliothek teilnehmen. Darüber hinaus beinhaltet die Kooperation unterrichtsbegleitende Medienkisten, Unterstützung der Schüler bei Medienrecherche und Mitarbeit der Jugendlichen bei Auswahl der „Julius“-Bücher. Zudem sollen die Räume der Stadtbibliothek auch als Lernorte zur Verfügung stehen.
sk
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