Nach einer heftigen Auseinandersetzung nahe der Goslarschen Straße in der Nacht auf Samstag ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Einer Mitteilung nach entstand sie auf der benachbarten Fußgängerbrücke über die Straße "Am Kreuzfeld": Zwei 23 und 25 Jahre alte Männer trafen dort auf einen 18- und einen 19-Jährigen. Aus einem Gespräch entstand ein Streit, bei dem der 18-Jährige den 25-Jährigen zu Boden schlug und ihn dann mehrfach heftig gegen den Kopf getreten hat. Der Begleiter des Täters hielt solange den des Opfers fest und schlug ihn. Schließlich konnte sich der 23-Jährige losreißen, flüchten und die Polizei rufen.
Das Opfer kam ins Krankenhaus, und die Polizei traf zunächst den 19-Jährigen an und am Tag danach auch den 18-Jährigen an dessen Wohnanschrift. Das Amtsgericht Hildesheim erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Untersuchungshaftbefehl, anschließend wurde der 18-Jährige in eine Jugendanstalt gebracht. Sein Begleiter wurde entlassen, gegen ihn wird aber nun wegen gefährlicher Körperverletzung (gegen den 23-Jährigen) ermittelt.
Die weiteren Ermittlungen dauern an. Zeugen, die die Auseinandersetzungen eventuell beobachtet haben, werden dringend gebeten, sich unter Telefon 0 51 21 - 939 115 bei der Polizei Hildesheim zu melden.
fx
Im Kreis-Gesundheitsamt wird auch an den Feiertagen gearbeitet. Wie der Kreis mitteilt, sind alle Teams täglich mindestens von 11 bis 13 Uhr besetzt und auch telefonisch erreichbar - längere Arbeitszeiten können sich je nach Corona-Fallaufkommen ergeben. So sei sichergestellt, dass alle positiven Laborergebnisse schnellstmöglich bearbeitet werden.
Lediglich die Telefonhotline für rechtliche Fragen zur Corona-Verordnung (unter 0 51 21 - 309 7777) ist ausschließlich vom 28. bis zum 30. Dezember je in der Zeit von 10 bis 15 Uhr besetzt. Idealerweise sollten sich Bürgerinnen und Bürger mit ihren Fragen per Email an
fx
Nach einem Betrugsversuch mit dem "Enkeltrick" an einer Hildesheimerin hat die Polizei bei Dresden einen Tatverdächtigen festgenommen. Laut Bericht hatte die 62-Jährige am Donnerstag einen Anruf eines Mannes erhalten, der sich als ihr Neffe ausgab - er sei bei einem Notar und brauche dringend kurzfristig Geld für einen Autokauf. Der Mann ging geschickt vor und überzeugte sie, so dass sie eine fünfstellige Summe in Aussicht stellte. Er lotste sie über weitere Anrufe zum Geldabheben und sagte, ein Kurierfahrer würde es abholen.
Am Abend wurde dann durch den oder die Täter ein unbeteiligter Taxifahrer beauftragt, die Frau aufzusuchen, um dann wichtige Unterlagen von Ihr nach Berlin zu bringen. Als er jedoch das Geld erhielt, wurde er misstrauisch und informierte die Polizei. Während Beamte mit ihr sprachen, meldete sich der "Neffe" per Telefon. Die Polizei ließ sie sagen, dass sie einen Tag länger brauche.
Am Freitag erhielt die 62-jährige dann weitere Anrufe, und wieder schickten der oder die Täter einen Taxifahrer vorbei. Dieser kooperierte dann mit der Polizei und wurde auf seiner Fahrt - diesmal in Richtung Dresden - begleitet. Gegen 21:15 Uhr kam es auf einer Raststätte auf der A 4 bei Dresden zur Übergabe, bei der der Taxifahrer die "Unterlagen" an einen Mann aushändigte, der danach umgehend festgenommen wurde. Der 65-Jährige hat nach bisherigen Erkenntnissen keinen festen Wohnsitz in Deutschland, die Staatsanwaltschaft erließ inzwischen einen Haftantrag beim Amtsgericht Dresden. Eine Entscheidung stand heute Nachmittag noch aus.
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Die Zwölf-Apostel Kirchengemeinde Sarstedt-Land hat die für Heiligabend und die Weihnachtstage geplanten Präsenz-Gottesdienste abgesagt. Pastor Yorick Schulz-Wackerbarth sagte, man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht - jedem, der an diesem Beschluss beteiligt war, habe "das Herz geblutet". Selbst mit einem Hygienekonzept aber hätte man nicht in der Hand gehabt, ob sich Menschen unmittelbar vor oder nach den Gottesdiensten zu nahe kommen. Es sei der Gemeinde wichtig gewesen, sich nicht zuletzt mit den unzähligen Menschen, die sich derzeit in Krankenhäusern und Arztpraxen aufreiben, solidarisch zu zeigen.
Die Entscheidung habe jedoch keine Allgemeingültigkeit: Jede Kirchengemeinde müsse diese Entscheidung selbst treffen, und in einigen Kirchen sei eine Durchführung von Gottesdiensten sicherlich bedenkenlos möglich. Für die Zwölf-Apostel Kirchengemeinde Sarstedt-Land, mit den 18 geplanten Freiluft-Andachten allein an Heilig Abend in 13 Orten, mit zahlreichen freiwilligen Ordnern und Helfern beim Auf- und Abbau von Technik, Absperrungen, beim Kontrollieren der Listen der Angemeldeten usw., habe das Moment der Unsicherheit überwogen.
Stattdessen werde nun auf dem YouTube-Kanal der Gemeinde an Heiligabend eine besondere Andacht zu sehen sein, und viele weitere Angebote gebe es auch auf der Internetseite www.12apostel-sarstedt-land.de.
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Der Naturschutzbund Nabu ruft für das zweite Januarwochenende wieder dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu zählen. Die bundesweite "Stunde der Wintervögel" sei Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion, teilt die Organisation mit. Sie findet dann zum mittlerweile elften Mal statt.
Die Teilnehmenden zählen zwischen dem 8. und 10. Januar eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park. Die Zahlen werden dann dem Nabu gemeldet, der damit eine Momentaufnahme der Vogelwelt in den Städten und Dörfern erstellt. Die so erfassten Daten würden dazu beitragen, unsere heimischen Vögel besser zu schützen.
Dieses Jahr hatten sich mehr als 143.000 Menschen beteiligt, davon allein über 15.000 in Niedersachsen. Der am häufigsten beobachtete Vogel war dabei der Haussperling, gefolgt von Kohlmeise und Blaumeise.
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