Die Hildesheimer Gruppe von Fridays For Future hat zur Teilnahme am nächsten globalen Klimastreik an diesem Freitag aufgerufen. Er soll um 16 Uhr am Hauptbahnhof beginnen, teilt die Gruppe mit.
Anlass ist dabei die Klimapolitik der Bundesregierung unter Friedrich Merz. Die Zeit nach seinem Amtsantritt lasse sich als Aneinanderreihung von Rückschlägen beschreiben, heißt es im Aufruf: Immer wieder habe er gezeigt, "dass er die Dringlichkeit der Klimakrise nicht einmal im Ansatz verstanden hat". Seine Regierung unter Führung der Ex-Lobbyistin und jetzt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche agiere u.a. gegen das Verbrenner-Aus, plane Gaskraftwerke, erwäge Kürzungen beim Solarausbau, verteuere das Deutschlandticket und erhöhe klimaschädliche Subventionen.
Fridays For Future hoffe deshalb, dass beim globalen Klimastreik viele Menschen auf die Straße gehen und ein klares Zeichen an die Bundesregierung setzen, dass sie so nicht weitermachen könne, so die Gruppe abschließend.
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Die seit etwas über einem Jahr im Amt befindliche Hildesheimer Superintendentin Cordula Trauner ist von der Hannoverschen Landeskirche vorübergehend vom Dienst freigestellt worden. Wie es in einer Mitteilung heißt, hätten sowohl der evangelische Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt als auch die Kirchenkreiskonferenz Trauner zuletzt das Vertrauen entzogen. Verständigungsversuche seien gescheitert, und der Kirchenkreisvorstand habe daraufhin ein Verfahren beantragt, um festzustellen, ob die Wahrnehmung ihres Dienstes "nachhaltig gestört" sei. In Folge übernehme Trauner nun zunächst eine andere Aufgabe in der Landeskirche, und die Leitung des Kirchenkreises übernehmen die stellvertretenden Superintendenten Anke Garhammer-Paul und Janis Berzins sowie die stellvertretende Vorsitzende des Kirchenkreisvorstands, Karin Köhler.
Details zu den Gründen der Freistellung wurden nicht genannt. Für die Landeskirche sagte der Vizepräsident des Landeskirchenamts, Prof. Christoph Goos, dass Superintendenten versetzt werden könnten, wenn nach einer Prüfung entschieden werde, dass die dienstlichen Aufgaben aufgrund eines zerstörten Vertrauensverhältnisses nicht mehr erfüllt werden könnten. Die Gründe für diese nachhaltige Störung müssten aber nicht im Verhalten oder in der Person der Superintendentin liegen.
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Ein Pilzsammler hat in einem Waldstück bei Diekholzen die sterblichen Überreste eines lange vermissten Mannes aus Grafelde gefunden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilen, geschah dies bereits am 30. Oktober - nun habe eine Untersuchung die Identität des Mannes bestätigt. Wie er zu Tode kam, wurde nicht mitgeteilt, es gab aber keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.
Der damals 42 Jahre alte Mann war zuletzt am 27. November 2022 in Dankelsheim im Kreis Northeim bei einer Weihnachtsfeier gesehen worden. Auf sein Verschwinden folgten umfangreiche Suchmaßnahmen, die aber ohne Ergebnis blieben.
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Die städtischen Ausschüsse für Stadtentwicklung und Finanzen sowie der Ortsrat Nordstadt kommen morgen zu einer gemeinsamen Sitzung zu einem einzigen Thema zusammen: Der Sanierung und dem Ausbau des Hildesheimer Hafens. Die Stadtverwaltung hat dazu eine Vorlage eingebracht, mit der das 1928 gebaute Gelände auf einen modernen Stand gebracht und der dortige "erhebliche Sanierungsstau" aufgelöst werden soll. Zu den Maßnahmen gehören dabei u.a. die Sanierung der Kaimauern, die Vertiefung des Hafenbeckens, der Bau einer Containerverladestation ("KV-Terminal" genannt) und die Modernisierung der Hafenbahn.
Die Pläne der Stadt stehen dabei in Zusammenhang mit dem lange geplanten Ausbau des Stichkanals. Zum jetzigen Zeitpunkt sei die personelle Aufstellung des Projektes auf Seiten des Bundes so gut wie noch nie, und es bestehe ein unbedingter Wille des Ministeriums, den Stichkanal auszubauen. Der Hildesheimer Hafen sei als südlichster Binnenhafen Niedersachsens sowohl an die Seehäfen als auch an weite Teile Deutschlands angebunden. Vor Ort gebe es derzeit 29 Unternehmen mit rund 600 Mitarbeitenden, und der Güterumschlag sei in den letzten Jahren stetig leicht angestiegen. Dabei werde aber die Rolle von Containern immer wichtiger, weshalb das KV-Terminal ein wesentliches Element der Planungen ist.
Insgesamt geht die Stadt von Kosten in Höhe von 105 Millionen Euro für die Jahre 2026 bis 2040 aus, für die es verschiedene Perspektiven der Förderung gebe. Die beiden Ausschüsse sollen beschließen, dass die Stadt das Projekt weiter vorantreiben soll. Das Thema kommt danach noch vor weitere Ausschüsse und schließlich vor den Rat.
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Die Zahl der Fahrgäste in Zügen der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) ist in den letzten fünf Jahren stark angestiegen. Wie die LNVG mitteilt, ist die Nachfrage in dieser Zeit um knapp über 23 Prozent angestiegen - ein Zuwachs deutlich über dem Bundesschnitt von 13 Prozent, so die Unternehmenssprecherin Carmen Schwabl. Die LNVG ist Auftraggeberin für den Schienennahverkehr mit Ausnahme der Gebiete des Regionalverbands Großraum Braunschweig und der Region Hannover.
Hauptgrund für diese Steigerung sehe man im Deutschland-Ticket mit seiner räumlich unbegrenzten Gültigkeit, so Schwabl: Mehr Fahrgäste sehe man vor allem in den langlaufenden Regional-Express-Linien. Ein weiterer Faktor sei die Einführung des Stundentakts auf zahlreichen Regionalbahn-Linien. Damit werde deutlich, dass bei der Sanierung von Bahnstrecken nicht immer nur über Schnellfahrstrecken gesprochen werden dürfe, so die LNVG.
Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne betonte angesichts dieser Zahlen, dass das D-Ticket zukunftsfest sei. Es sei ein wichtiger Verhandlungserfolg der Länder, dass der Bund bis 2030 jährlich 1,5 Milliarden Euro dazu beisteuere. Jetzt komme es darauf an, das Angebot im Schienenpersonennahverkehr in Niedersachsen stärken, etwa auch über die Reaktivierung stillgelegter Strecken.
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