Die Stadt und der Landkreis Hildesheim haben in den letzten Tagen den Rettungsdienst in ihren Zuständigkeitsbereichen vergeben. In beiden Fällen gilt dies ab Juli, und die Laufzeit beträgt bei der Stadt bis zu fünfeinhalb Jahre und beim Kreis mindestens drei Jahre.
In Hildesheim wird die bereits bestehende Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) fortgeführt. Beide hätten sich in den vergangenen Jahren als leistungsstarke und zuverlässige Partner erwiesen, mit denen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe möglich ist, so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer. Die Entscheidung schaffe Stabilität und Planungssicherheit für alle Beteiligten, und biete zugleich die Möglichkeit, bewährte Strukturen weiterzuentwickeln und neue Impulse für einen modernen Rettungsdienst zu setzen.
Im restlichen Kreisgebiet werden ab Juli die Inhalte des im letzten Sommer beschlossenen Rettungsdienstbedarfsplans umgesetzt, und das seit Dezember testweise in Sarstedt und Schellerten eingerichtete Fahrzeugsystem kreisweit umgesetzt, so der Landkreis. Der Einsatzbereich Sarstedt und Schellerten werde zukünftig vom Malteser Hilfsdienst gGmbH aus Hannover abgedeckt, sonst bleiben die Betreiber gleich: in den Bereichen Gronau, Bockenem und Sehlem ist es weiterhin der Arbeiter-Samariter-Bund und im Bereich Alfeld das Deutsche Rote Kreuz. Die Bieter haben dabei im Vergabeverfahren umfangreiche Konzepte etwa zur Ausfallsicherheit von Personal und Sachmitteln, Mitwirkung bei Großschadenslagen und der Aus- und Fortbildung vorgelegt, betont der Kreis. Diese seien neben der Preisbewertung gleichrangig berücksichtigt worden.
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In der letzten Nacht ist in der Sedanstraße ein rund 20 Meter hoher und 1,5 Meter dicker Baum umgefallen. Wie die Stadt mitteilt, stürzte er auf insgesamt fünf geparkte Autos und beschädigte diese teils schwer. Verletzte gab es nicht. Die Berufsfeuerwehr wurde gegen 5:30 Uhr an die Einsatzstelle gerufen, um den Bereich zu sichern und eine nahe Kreuzung zu räumen - der Baum wird nun durch den Bauhof beseitigt.
Foto: Berufsfeuerwehr Hildesheim
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Nächsten Montag sollen im unteren Teil der Zingel Bauarbeiten beginnen. Wie die EVI Energieversorgung Hildesheim ankündigt, geht es konkret um den Bereich zwischen Hindenburgplatz und Margaretenweg. Dort würden bis voraussichtlich zum Monatsende Stromleitungen gelegt und modernisiert.
Dafür würden zunächst nacheinander die beiden Fahrspuren gesperrt, so dass jeweils die andere zur Verfügung steht, und schließlich der Gehweg. Die ausführende Baufirma werde sich bemühen, Straßen und Wege so weit wie möglich zugänglich zu halten.
Die EVI kündigte außerdem für danach eine weitere Baumaßnahme in der Kardinal-Bertram-Straße an: Ab voraussichtlich Mitte März würden auf Höhe der Andreasstraße zunächst Entwässerungsanschlüsse erneuert und danach Fernwärmeleitungen verlegt. Dies werde bis voraussichtlich Oktober dauern. Genauere Daten zum Ablauf sollen später bekannt gegeben werden. Diese Maßnahme war bereits sehr viel früher geplant, musste aber wegen der unerwartet langen Sperrung der Dammstraße verschoben werden.
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Der städtische Kulturausschuss hat gestern Abend zum Ende seiner Sitzung auch über den Umgang mit parteipolitischen Veranstaltungen in geförderten kulturellen Einrichtungen gesprochen. Anlass war eine Anfrage der AfD wegen einer Veranstaltung der Linken in der Kulturfabrik, der Antwort der Stadtverwaltung darauf und der anschließenden Berichterstattung der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung.
Lene Wagner vom städtischen Kulturbüro verwahrte sich gegen den Vorwurf, die Stadt wolle politische Veranstaltungen grundsätzlich verhindern. Das Ansinnen der Stadtverwaltung, der KuFa die bisher erlaubte Vermietung von Räumen an Parteien für deren öffentliche Veranstaltungen zu verbieten, diene ihrem Schutz angesichts der Vorgabe der parteipolitischen Neutralität. Man wolle verhindern, die KuFa in die Lage zu bringen, Räume gegen ihren Willen an Parteien vermieten zu müssen, obwohl sie das nicht wolle.
Julia Gebhardt (Grüne) und Ferry Marquardt (Linke) kritisierten, dies als Reaktion auf die AfD-Anfrage könne als Zugeständnis der Partei gegenüber gedeutet werden. Die Frage, ob diese Regelung dann auch für andere Orte wie die Musikschule oder das Museum gelten wird, beantwortete Wagner als ein Aspekt, der noch geprüft werden müsse. Matthias Mehler (CDU) meldete Bedenken an: Es sei heute generell für alle Parteien schwer, Räume zu finden, und ein solcher Entschluss würde dies noch schwieriger machen.
Die Ausschuss-Vorsitzende Rosa Wagner-Kröger (Grüne) sagte abschließend, das Thema sei noch nicht entschieden - die Parteien würden darüber das Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer suchen.
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Heute Morgen sind zwei 30 und 33 Jahre alte Männer aus Salzgitter festgenommen worden, die an Betrugsfällen per Telefon beteiligt sein sollen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Hildesheim gemeinsam mitteilen, sind sie dringend verdächtig, mindestens dreimal als Geldabholer tätig geworden zu sein. In diesen Fällen wurden zwischen Dezember und Februar jeweils ältere Menschen aus Hildesheim, Goslar und Laatzen um fünf- bis sechsstellige Geldbeträge gebracht.
Diese erhielten dabei Anrufe von angeblichen Polizeibeamten, die ihnen suggerierten, sie seien bald Ziel von Straftaten und ihre Ersparnisse seien deshalb nicht mehr sicher. Die Betrüger gingen so überzeugend vor, dass die Geschädigten hohe Summen an vermeintliche Polizisten aushändigten, die das Geld bei ihnen zuhause abholten.
Intensive Ermittlungen und Zeugenbefragungen führten die Behörden auf die Spur der beiden Salzgitteraner, so der Bericht. Der Tatverdacht gegen sie ist soweit erhärtet, dass das Amtsgericht sowohl zwei Haftbefehle wegen Fluchtgefahr als auch vier Durchsuchungsbeschlüsse für ihre Wohnungen sowie zwei Wohnungen aus ihrem Umfeld erließ. Dabei wurden heute Beweismittel wie Datenträger, mutmaßliche Tatkleidung und ein mutmaßliches Tatfahrzeug sichergestellt. Die zwei Männer sind nun in Haft, die Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs laufen weiter.
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