Flüchtlinge aus Erstaufnahmeeinrichtungen sollen ab Oktober kostenlos regionale Busse und Bahnen benutzen können. Das teilte das niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrministerium mit.
Minister Olaf Lies sagte, dadurch würde sowohl den Asylsuchenden als auch den Verwaltungen geholfen, die bisher Fahrkarten einzeln ausgeben und abrechnen mussten. Dabei wurde zwischen amtlichen und privaten Fahrten unterschieden. Das Angebot sei jedoch auf den Landkreis beschränkt, in dem sich die Erstaufnahmeeinrichtung befinde. Die Verkehrsunternehmen sollen für die Fahrten einen Ausgleich aus den Regionalisierungsmitteln bekommen.
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Im Wasser des Hohnsensees sind keine gefährlichen Algenkonzentrationen mehr. Das teilte der Landkreis mit. In den letzten Wochen hatte das Gesundheitsamt vom Baden im See abgeraten, weil wegen einer Algenblüte viele Toxine im Wasser gemessen wurden. Jetzt stehe der uneingeschränkten Nutzung des Sees nichts mehr im Wege, so der Kreis.
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Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat seine Partei zu Zuversicht aufgerufen. Er sagte am Samstag bei einem Bezirksparteitag in Hildesheim, dies müsse eine Überschrift für die derzeitige Parteiarbeit sein.
Zur Zuversicht gehöre, dass Deutschland ein starkes Land sei. Dass man zuletzt keine neuen Schulden gemacht habe, ermögliche nun sechs Milliarden Euro für die Flüchtlingshilfe, ohne über Leistungskürzungen im sozialen Bereich sprechen zu müssen.
Die Bundesrepublik zeige sich in diesen Tagen weltoffen und hilfsbereit – Gabriel dankte in seiner Rede sowohl ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern als auch den Verwaltungen. Um der Flüchtlingssituation zu begegnen, sprach er sich für eine Art Marshall-Plan für Osteuropa und ein Einwanderungsgesetz aus. Man müsse den Menschen Perspektiven in ihren Heimatländern und einen legalen Weg für die Einwanderung schaffen, auch um kriminelle Aktivitäten von Schleppern und humanitäre Katastrophen wie auf dem Mittelmeer zu verhindern.
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Aktivisten haben in der Debatte um die künftige Entsorgung von Atommüll einen Neustart gefordert. Es wäre ehrlich, umfassend und öffentlich über alle Arten von Atommüll und deren Lagerung zu sprechen, sagte gestern Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Dafür müsste aber der Diskussionsprozess völlig neu beginnen.
Anlass ist ein Streit zwischen dem Bundesumweltministerium und der vom Bundestag eingesetzten Endlager-Kommission. Dabei geht es um die Frage, ob schwach- und mittelradioaktive Abfälle mit in einem künftigen Lager für hochradioaktives Material entsorgt werden sollten. Eine Arbeitsgruppe der Kommission hatte dagegen deutliche Bedenken formuliert.
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Die Hildesheimer St. Andreas-Kirche hat an diesem Wochenende den 50. Jahrestag ihrer Wiedereinweihung gefeiert. In einem Gottesdienst erinnerte die Gemeinde daran, dass der Festakt vor 50 Jahren unter dem Zeichen der Versöhnung der einstigen Weltkriegsgegner gestanden habe.
Superintendent Helmut Aßmann sagte, dass es auch heute angesichts von Millionen von Flüchtlingen allen Grund gebe, das Erbarmen Gottes anzurufen. Landessuperintendent Eckart Gorka sagte, dass der Wiederaufbau des Gebäudes zwar geschafft sei, der Wiederaufbau des Glaubens jedoch immer wieder eine neue Aufgabe sei.
St. Andreas war am 22. März 1945 bis auf einige Außenmauern völlig ausgebrannt. Der Wiederaufbau begann in den 50er Jahren und dauerte elf Jahre.
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